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Eine Tote bei Murenabgang in der Steiermark

Gasen (Stmk): Die Unwetter in der Steiermark haben am Abend des 21. August 2005 ein Menschenleben gefordert. In Gasen (Bezirk Weiz) konnte eine nach einem Murenabgang in der Nacht nur noch tot geborgen werden.

Sie hatte sich nach Angaben der Freiwilligen Feuerwehr im Haus ihrer Schwiegermutter befunden, als dieses von den Schlammmassen infolge der heftigen Regenfälle plötzlich weggerissen wurde. Die Besitzerin des Hauses wurde verletzt in das 35 Kilometer entfernte Krankenhaus von Bruck/Mur gebracht.

Während die ältere Frau relativ bald geborgen werden konnte, gestaltete sich die Suche nach ihrer Schwiegertochter sehr schwierig, weil weitere Hangrutschungen drohten. Bei der Suche nach der Vermissten kam auch eine Suchhunde-Staffel zum Einsatz.

Die heftigen Regenfälle hatten schon den ganzen Tag über in der Steiermark, in Kärnten sowie im südlichen Niederösterreich zu teilweise erheblichen Problemen geführt. In Graz wurde zeitweise Katastrophenalarm ausgelöst, Bäche traten über die Ufer. Die Feuerwehr versuchte mit Sandsäcken Schlimmeres zu verhindern. Trotzdem wurden zahlreiche Keller und Garagen überflutet. Es kam immer wieder zu Stromausfällen.

Das Tief über dem Golf von Genua bescherte auch Kärnten enorme Niederschlagsmengen. Besonders betroffen waren die Landesteile östlich von Villach. Es wurden Dutzende Feuerwehreinsätze verzeichnet, es mussten Keller aus- und Straßen freigepumpt, Bäche eingedämmt sowie verlegte Fahrbahnen von abgegangenen kleineren Muren gesäubert werden.

Während sich in der Nacht die Lage in der Steiermark nach Aussage der Landeswarnzentrale einigermaßen beruhigte, blieb sie im Bezirk Wiener Neustadt weiterhin angespannt. Laut NÖ Sicherheitsdirektion traten im Raum Krumbach innerhalb kurzer Zeit einige Bäche über die Ufer und überfluteten Keller sowie Stallungen. Auch Schaltkästen und Strommasten wurden beschädigt. Es gab aber keine Verletzten.

Die Kirchschlager Bundesstraße (B55) war nach Angaben des ÖAMTC auf Grund eines Murenabgangs zwischen Krumbach und Grimmenstein für den gesamten Verkehr gesperrt. Auch die B54 war teilweise unpassierbar. Die Aufräumarbeiten dauerten bis in die Nachtstunden an. Außerdem war der Edlitzbach über die Ufer getreten und sorgte in Edlitz und Thomasberg für einen Dauereinsatz der Feuerwehr. Rund 100 Mann waren mit Auspumparbeiten beschäftigt. In den betroffenen niederösterreichischen Ortschaften und Bauernhöfen kamen weder Personen noch Tiere zu Schaden.

Österreichischer Rundfunk

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