England: Treibstofflagerexplosion – Feuerwehr fehlt Ausrüstung
England: Die Brandbekämpfung nach der gewaltigen Explosion eines Tanklagers nahe London gestaltet sich schwieriger als gedacht. Dutzend Meter hohe Flammen versperren der Feuerwehr immer noch den Weg zu den Brandherden.
Spezialgerät aus ganz Großbritannien musste herbeigeschafft werden. Auch die Versorgung mit Löschwasser war zuerst nicht garantiert. Unterdessen mehren sich die Spekulationen über die Unglücksursache. Bereits kurz nach der Katastrophe hatte die Polizei einen Terrorakt dementiert.
Mehr als 24 Stunden nach der verheerenden Explosion in einem Treibstofflager bei London hat die Feuerwehr am Montag mit der eigentlichen Brandbekämpfung begonnen. Als Grund für eine mehrstündige Verzögerung nannte die Polizei, dass erst zusätzliche Hochdruckpumpen und weitere Spezialgeräte aus mehreren Landesteilen in das Katastrophengebiet nordwestlich der britischen Hauptstadt gebracht werden mussten.
Bemühungen, die Feuer auf der Anlage im Nordwesten von London mit einem Wasser-Schaum-Gemisch einzudämmen, seien hinausgezögert worden, teilte die Polizei mit. Zunächst hätten größere Mengen an Löschwasser bereitgestellt werden müssen, hieß es. Aus dem rund drei Kilometer entfernten Grand-Union-Kanal werden rund 25.000 Liter Wasser pro Minute zum dem Tanklager nahe der Ortschaft Hemel Hempstead gepumpt.
Außerdem hätten vor dem massenhaften Wassereinsatz Folgen für die Agrargebiete in der Umgebung geprüft werden müssen.
Ob das „größte Feuer in Europa in Friedenszeiten“ wirksam eingedämmt wird, werde erst nach einiger Zeit zuverlässig absehbar sein, erklärte Einsatzleiter Roy Wilsher. Das Großfeuer sei jedoch auf das Gelände des Tanklagers begrenzt und unter Kontrolle. Die Flammen seien noch Dutzende Meter hoch.
