Sbg: Pensionistenehepaar bei Wohnhausbrand in St. Johann ums Leben gekommen
St. Johann (Pongau, Sbg): Sein eigenes Einfamilienhaus ist in der Nacht auf Mittwoch, dem 3. Mai 2006, in St. Johann (Pongau) für ein Pensionistenehepaar zur tödlichen Falle geworden. Die beiden ersticktem im Haus, nachdem im Badezimmer ein Feuer ausgebrochen war.
Das Einfamilienhaus aus den 80er-Jahren gleicht einer Festung: Eisengitter, doppeltes Sicherheitsglas, heruntergelassene Rollläden aus Stahl. Und diese Ausstattung dürfte dem 81-jährigen ehemaligen Diplomaten und seiner 80-jährigen Frau zum Verhängnis geworden sein. Gegen 22.00 Uhr fiel am 2. Mai der Strom in dem Haus aus – sie müssten sich mit Kerzen behelfen, teilten die beiden telefonisch noch Verwandten mit. Um 0.30 wurde dann der Brandalarm ausgelöst.
Im Bad war Feuer ausgebrochen, sagt Feuerwehrkommandant Wilhelm Muthwill: „Eine Fensterscheibe war zersprungen, da war es extrem heiß drinnen. Daneben habe ich das Fenster eingeschlagen. Wir sind dann da hineingeklettert. Da sind die beiden Personen drinnengelegen, waren aber bereits verstorben.“ Der ehemalige Diplomat und seine Frau starben im ersten Stock ihres Hauses unmittelbar neben dem Bad an einer Rauchgasvergiftung, bestätigt Notarzt Hannes Lafenthaler. Der Weg nach draußen war für die beiden aber versperrt – die Rollläden ließen sich nämlich nur elektrisch öffnen.
