Nö: Tödlicher Verkehrsunfall erst nach Stunden entdeckt
Münchendorf (Nö): Schwierige Bergungsaktion der Feuerwehr beim Autobahnknoten Guntramsdorf; toter Lenker konnte erst nach 45 Minuten aus dem Wrack befreit werden
Einen ungewöhnlichen und dramatischen Einsatz hatten Samstag Mittag – 9. September 2006 – die Feuerwehren Münchendorf und Guntramsdorf zu bewältigen.

Auf der Böschung neben der Landesstraße, die Guntramsdorf und Münchendorf verbindet, war das umgestürzte Wrack eines Pkw entdeckt worden. Im Fahrzeug war eine Person erkennbar eingeklemmt, es war zu befürchten, dass sich noch weitere Insassen im zertrümmerten Fahrzeug befinden.
Von den beiden eingesetzten Feuerwehren wurde das Wrack zunächst gesichert, dann begann die schwierige Befreiung des Eingeklemmten, bei dem der Notarzt bereits den Tod festgestellt hatte. Erst nach umfangreichen Arbeiten mit hydraulischen Rettungsgeräten konnte der Tote befreit werden. Weitere Personen befanden sich zur Erleichterung der Einsatzkräfte nicht im Fahrzeug.

Der Unfall in der Kurve von der A3 auf die A2 Richtung Wien muss sich bereits vor Stunden � vermutlich in der Nacht � ereignet haben.

Der aus dem Bezirk Gänserndorf stammende Lenker war in dieser Kurve, in der ein Tempolimit gilt, geradeaus weiter gefahren. Am Bankett wurde das Fahrzeug regelrecht über eine aufsteigende Leitschiene katapultiert und schlug mehrere Meter weiter im Hang der Landesstraßentrasse ein. Das Fahrzeug überschlug sich und blieb im dichten Gestrüpp nahezu unsichtbar auf dem steilen Hang hängen.
Ein Radfahrer entdeckte dann am späten Vormittag das Unfallfahrzeug. Zu diesem Zeitpunkt kam für den Lenker längst jede Hilfe zu spät.
Die Feuerwehren Münchendorf und Guntramsdof waren mit 46 Feuerwehrleuten und acht Fahrzeugen im Einsatz.
Fotos: Bauer / BFKDO Mödling
