Oö: Großbrand in der Düngermittelanlage der Agro Linz (Chemie Linz)

Linz (Oö): Im Bau 629 der Agrolinz Melamin International (AMI) geriet am Nachmittag des 14. Februar 2007 im Zuge von Schweißarbeiten eine Förderanlage bzw. ein leerer Sandfilter in Brand.
In diesem in ca 15 Meter Höhe etwa 1200m² großen Brandabschnitt wird im Regelfall Düngemittel produziert. Als präventive Maßnahme für die Schweißarbeiten wurden die gesamten Düngemittel entfernt. Die starke Rauchentwicklung ist vorwiegend auf den Abbrand von Fördermaterial zurückzuführen, das durch inhaltlich mit viel Ruß dem Abbrand von Reifen gleichzusetzen ist. Eine Gefährdung der Umwelt war nicht gegeben.

Bedrohlicher Rauchpilz im Linzer Stadtgebiet
Zum Zeitpunkt des Eintreffens der um 13.40 Uhr alarmierten Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr Linz (31 Mann, 10 Fahrzeuge) waren die Kräfte der Betriebsfeuerwehr (15 Mann, 5 Fahrzeuge) zum einen mit dem Aufsuchen von 2 vermissten Personen und zum anderen mit der Vorbereitung der Brandbekämpfung beschäftigt. Durch massiven und umfassenden Einsatz durch die Kräfte der BF Linz konnte unter Verwendung des schlagkräftigen Universallöschfahrzeuges, der Drehleiter und ergänzender Löschfahrzeuge der Brand rasch unter Kontrolle gebracht werden. Die 2 vermissten Personen konnten sich noch selbst rechtzeitig in Sicherheit bringen. Verletzt wurde bei diesem Einsatz niemand, das Schadensausmass selbst ist jedoch beträchtlich und geht in die Millionenhöhe.

ORF-Bericht:Ein Brand ist am Mittwoch auf dem Gelände der Agrolinz Melamine (AMI) in Linz ausgebrochen. In der Düngemittelproduktionsanlage hatte aus vorerst unbekannter Ursache eine Kunststoffabdeckung zu brennen begonnen. Starke Rauchentwicklung und eine weithin sichtbare dunkle Wolke waren die Folge. Verletzt wurde niemand, auch für die Bevölkerung habe keine Gesundheitsgefährdung bestanden, betonte AMI-Pressesprecher Gerald Kneidinger. Gegen 13.30 Uhr war das Feuer in einem Teil der Anlage, die wegen Reparaturarbeiten still stand, ausgebrochen. Aus Sicherheitsgründen wurden anwesende Personen in Sicherheit gebracht und die Anrainer zunächst dazu aufgerufen, ihre Wohnungen nicht zu verlassen und die Fenster zu schließen. ie Flammen konnten rasch unter Kontrolle gebracht werden, auch die AMI gab bald Entwarnung: Es habe sich um keine gefährlichen Stoffe gehandelt, so Kneidinger. Den Schaden, den das Feuer angerichtet hat, konnte er vorerst nicht beziffern, er sei aber beträchtlich.
