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Ktn: Zu wenig Brandmeldeanlagen in Kärnten

Kärnten: Der Brand in einem Klagenfurter Studentenheim diese Woche hat gezeigt, dass immer noch zu wenige Gebäude mit Brandmeldeanlagen ausgestattet sind. Vor allem bei älteren Häusern gibt es Nachholbedarf, oft würde schon ein Heimrauchmelder reichen.

Ein Brandmelder hätte die Bewohner des Studentenheimes im Brandfall rasch alarmiert. In älteren Gebäuden ist die Installierung einer Warnanlage aber nicht vorgeschrieben. In öffentlichen Gebäuden jüngerer Bauart werden automatische Brandmeldeanlagen installiert, die bei Rauchentwicklung dies direkt an die Feuerwehr oder an die Landesalarm- und Warnzentrale weiterleiten.
Der Brandschutzexperte der Klagenfurter Berufsfeuerwehr Alfred Janesch über das Studentenheim: „Nach meinem Wissensstand ist dieses Haus mehr als 30 Jahre alt. Wenn man in einem solchen Gebäude keine Umbauten durchführt, können solche Brandmelder nicht mehr nachträglich installiert werden, bzw. hat die Behörde keine Möglichkeit, es zwingend vorzuschreiben. Es bleibt aber natürlich jedem überlassen, selbst für Sicherheit zu sorgen.“

Rauchmelder macht Lärm: Brandmeldeanlagen unterscheiden sich von den Heimrauchmeldern dadurch, dass ein Alarm zu einer Brandmeldezentrale gelangt, und dann an die Feuerwehr weitergeleitet wird. Die Feuerwehr wird automatisch verständigt.
Für private Haushalte ist ein Heimrauchmelder sehr anzuraten, meint Janesch. Man könne sich dadurch rechtzeitig in Sicherheit bringen oder eventuell sogar das Feuer selbst löschen. Heimrauchmelder kosten zwischen fünf und 15 Euro und sind in jedem Baumarkt erhältlich.

In Klagenfurt sind derzeit knapp 400 Brandmeldeanlagen an die öffentliche Warnzentrale angeschlossen. Es handelt sich dabei um Objekte, die auf Grund ihrer Bauweise, Nutzung und Ausdehnung besonders schützenswert sind.

ORF Kärnten

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