Brand

Wien: Wieder gefährlicher Brand – 2 Flüssiggasflaschen geborgen

Wien: Neuerlich Feueralarm in einer Wohnung für die Berufsfeuerwehr Wien, zu der die Kräfte am Mittwoch, dem 21. November 2007, um 12.16 Uhr in die Diehlgasse im 5. Bezirk alarmiert worden sind. Beim Eintreffen der Feuerwehr bot sich folgende Situation:

In dem im Innenhof (ca. 4Ox30m) des Objekts befindlichen eingeschossigen Gebäude, bestehend aus Garagen und Lagerräumen, war es aus ungeklärter Ursache zu einem Brand im Lagerbereich gekommen. Der Innenhof wird über eine Hausdurchfahrt des Objektes Diehlgasse 17-19 erschlossen. Das Hofgebäude ist links mit der Breitseite unmittelbar an eine Brandwand und mit der Längsseite mit einem ca. 3m breiten Gana an den dahinterliegenden viergeschossigen, nur vom Hof zugänglichen Gebäudeteil mit ausschließlich hofseitigen Fenstern, angebaut. Links im vorderen- nicht direkt an das Lager grenzend- und rechts hinteren Teil des Hofes wird befindet sich jeweils ein Stiegenhaus. Bei Eintreffen der Feuerwehrleute haben bereits Flammen auf den unmittelbar angrenzenden viergeschossigen Gebäudeteil überzugreifen gedroht, in dem sich noch mehrere Personen im 2. Obergeschoß befanden. Durch die rasche Brandausbreitung ist es zu einer starken Verrauchung des gesamten Innenhofes gekommen. Die im 2. Obergeschoß im Büro befindlichen Personen konnten das Gebäude durch das rechte Stiegenhaus verlassen, das zu diesem Zeitpunkt nur unwesentlich verraucht war.

Von der Besatzung 1. Rüstlöschfahrzeug „Mariahilf‘ wurde unter Atemschutz ein Rohr im Innenangriff- über die Zugangstür zum Lagerraum- sowie ein Rohr im Außenangriff vorgenommen. Die Besatzung Universallöschfahneug „Mariahilf“ führte ebenfalls einen Innenangriff unter Atemschutz über ein Fenster der rechten Stiegenhauses durch. Von beiden Angriffstrupps wurde jeweils eine unbeschädigte Flüssiggasflasche sicher gestellt und ins Freie gestellt. Von der Besatzung 2. Rüstlöschfahrzeug „Mariahilf‘ wurde die Zubringleitung errichtet und beide Stiegenhäuser sowie die direkt an das Brandobjekt angrenzenden Wohnungen bzw. Betriebseinheiten, in allen Stockwerken auf etwaige Gefährdung kontrolliert. Dabei wurde im rechten Stiegenhaus / GebäudeteiI die Zugangstür zum im 1. Stock befindlichen Billardklub und im linken Stiegenhaus/Gebäudeteil eine Wohnung im 3. Stock gewaltsam geöffnet. Da durch die Brandhitze mehrere Fenster gesprungen waren wurde im unversperrten Atelier im Erdgeschoß (unmittelbar an das Lager angrenzend, Zugang über das rechte Stiegenhaus) und im Billardklub im 1. Obergeschoß eine Verrauchung festgestellt. Nach „Brand aus“ wurden die Raume im Obergeschoß durch Öffnen der Fenster belüftet. In den Wohnungen des linken Stiegenhauses konnte keine Verrauchung festgestellt werden. Von der Besatzung Drehleiter „Mariahilf‘ wurde ein Hochleistungslüfter beim rechten Stiegenhaus in Betrieb genommen, um dieses rauchfrei zu halten. Nach „Brand aus“ war keine Belüftung des rechten Siegenhauses mehr erforderlich und der Hochleistungslüfter wurde beim Zugang zum Lager eingesetzt.

In weiterer Folge wurde der Angriffstrupp des 1. Rüstlöschfahrzeuges „MariahilP‘ von der Besatzung 2. Rüstlöschfahrzeug „Mariahilf“ abgelöst, der Nachlöscharbeiten sowie Sicherungsarbeiten durchführte. Die untere Dachverschalung des vorderen Lagergebäudes wurde entfernt und die darunterliegende Tragkonstruktion sowie die obere Verschalung auf Glutnester kontrolliert. Der hintere Teil des Lagers, welcher vermutlich Ausgangspunkt des Brandes war und fast zur Gänze zerstört worden war, wurde mittels Kettensäge und Einreißhaken unter Atemschutz abgetragen sowie die restlichen Glutnester abgelöscht. Über dem in der Hofdurchfahrt befindlichen Stromverteiler für die Garagen und die Lagerräume erfolgte die Spannungsfreischaltung durch Abheben aller Sicherungen und des FI- Schutzschalters. Durch die Besatzung 2. Rüstlöschfahrzeug „MariahilP‘ wurden sämtliche geöffnete Türen in den Stiegenhäusern wieder verschlossen, wobei für den Billardklub im Obergeschoß und eine Wohnung 27 im 3. Obergeschoß eine Anlegearbe mit Vorhängeschloss montiert wurde.

Vom am Ende des Einsatzes eingetroffenen Mieter des Lagers wurde angegeben, dass er das Objekt erst sei kurzem gemietet hat. Nach seiner Aussage wies das Dach (Teerpappe auf Holzkonstruktion) Undichtheiten auf, weshalb ihm durch die Hausverwaltung eine Reparatur zugesagt wurde. Ob die oben angeführte Dachausbesserung bereits durchgerührt worden war und mit dem Einsatz in Verbindung stehen könnte, konnte im Zuge des Einsatzes nicht eruiert werden. Bei der Nachuntersuchung um 16:15 Uhr durch das 1. Rüstlöschfahrzeug „Mariahilf‘ wurde mittels Kübelspritze nachgelöscht und der betroffene Bereich mittels Wärmebildkamera kontrolliert, wobei keine weitere Gefährdung festgestellt werden konnte. Einsatzende: 16.49 Uhr.

Berufsfeuerwehr Wien

Anmerkung der Redaktion: Erst am 18. November war es Wien zu einem gefährlichen Brand gekommen, bei dem 8 Menschen von der Feuerwehr gerettet werden mussten.
Fire-World-Bildbericht

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