Oö: Großfeuer im Gefahrgutlager der Linz AG im Linzer Hafen

Linz (Oö): In der Ignaz-Mayer-Straße im Linzer Industriegebiet ist am Freitagvormittag, 4. Jänner 2008, in einem Lager für gefährliche Stoffe ein Großbrand ausgebrochen. Die Bevölkerung in der Umgebung wurde gebeten, die Fenster geschlossen zu halten.
Bereits aus mehreren Kilometern Entfernung war in und um Linz eine schwarze Rauchwolke zu sehen. In der brennenden Halle der Firma Donaulager wurden vor allem brennbare Flüssigkeiten wie Lacke, Verdünnungsmittel, Industriereiniger und Druckgaspackungen gelagert, berichtete einer der Geschäftsführer, Siegmund Steiner.

Durch die Druckgaspackungen, die etwa in Haushaltssprays zu finden sind, ereigneten sich in der Halle bereits mehrere kleinere Explosionen. Das umliegende Gebiet wurde abgesperrt. Gegen 13.00 Uhr konnte der Brand unter Kontrolle gebracht werden.

Viele Schaulustige: Neben den Löscharbeiten waren die zahlreichen Einsatzkräfte auch damit beschäftigt, die vielen Schaulustigen vom Brandort zurückzudrängen.

Ein Verletzter: Nach ersten Informationen soll durch das Feuer ein Feuerwehrmann verletzt worden sein. Über die Brandursache ist noch nichts bekannt.

Anmerkung: Aus zeitlichen Gründen sind derzeit nicht mehr Fotos (insgesamt über 200 vorhanden) und Infos möglich. Eine Reportage wird jedoch auch im Oö. Feuerwehrmagazin BRENNPUNKT (2/2008) enthalten sein (neues Layout!!)
Brennpunkt

ORF-Update vom 5. Jänner:
Beim Großbrand in einer Linzer Gefahrenguthalle konnte am Freitag konnte erst nach zehneinhalb Stunden ein endgültiges Brand aus von der Berufsfeuerwehr gegeben werden.

Das Feuer war am Freitag gegen 11.20 Uhr im Donaulager der Linz AG ausgebrochen. Mitarbeiter sprachen von einer „plötzlichen Explosion“.

Danach breiteten sich die Flammen innerhalb von Minuten schlagartig aus. Die rund 80 im Einsatz gewesenen Feuerwehrmänner mussten immer wieder mit Explosionen, die durch in der Halle lagernden Spraydosen und Fässer ausgelöst wurden, kämpfen.

ORF-Update per 8. Jänner 2008:
Einsturzgefahr nach Großbrand in Linz:
Die Untersuchungen nach dem Großbrand einer Gefahrenguthalle im Linzer Industriegebiet gestalten sich schwierig. Derzeit sei es noch zu riskant, die Halle zu betreten, weil Trägerelemente einsturzgefährdet seien. Das teilte Sicherheitsdirektor Alois Lißl am Dienstag, dem 8.1.2008, mit. Man überlege, zwei oder drei Träger zu entfernen, um ins Innere der Brandruine vordringen zu können.
ORF-Update per 10. Jänner 2008:
Brandruine nach Großbrand in Linz stabilisiert:
Nach dem Großbrand einer Gefahrenguthalle im Linzer Industriegebiet ist es mittlerweile gelungen, die einsturzgefährdete Ruine zu stabilisieren und mit den Ermittlungen zu beginnen. Die Aufräumarbeiten seien im Gang, man komme „stückweise“ voran. Zur Klärung der Brandursache reiche eine oberflächliche Begutachtung nicht aus. Brauchbare Ergebnisse könnten nur chemische Analysen liefern. Diese Untersuchungen werden nach derzeitigen Schätzungen rund eine Woche dauern.
Berufsfeuerwehr Linz
Freiw. Feuerwehr Ebelsberg
Freiw. Feuerwehr Pöstlingberg
Freiw. Feuerwehr Pichling
