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Schweiz: Zwei Tote bei Brand in Studentenwohnhaus in Splügen

Splügen (Schweiz): Der Brand eines Wohnhauses in Splügen hat in der Nacht auf Dienstag, 22.1.2008, zwei Todesopfer gefordert. Die beiden Frauen aus den Kantonen Wallis und Tessin besuchten die Fachhochschule für Gestaltung und Kunst in Aarau.

Zur Brandursache liegen vorerst keine Angaben vor. Brandermittlungsspezialisten der Kantonspolizei nahmen die Arbeit auf.

Der Brand eines Wohnhauses in Splügen hat in der Nacht auf Dienstag, 22. Jänner 2008, zwei Todesopfer gefordert. Ums Leben kamen eine 24-jährige Frau aus dem Kanton Wallis und eine gleichalterige Tessinerin. Eine der beiden Frauen war zunächst vermisst worden. Ihre Leiche sei inzwischen gefunden worden, hiess es bei der Kantonspolizei Graubünden auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA.

Der in der Nähe des Ferienhauses wohnende Gemeindepräsident hatte das Feuer entdeckt und um 1 Uhr 30 die Einsatzkräfte alarmiert, wie die Bündner Kantonspolizei bekannt gab. Das Haus im Oberdorf von Splügen stand zu diesem Zeitpunkt bereits im Vollbrand. Trotz Großeinsatz der Feuerwehren aus der ganzen Region wurde zunächst nur ein Opfer tot gefunden. Die Leiche der zweiten Frau konnte erst nach 9 Uhr aus dem Haus geborgen werden, wie Polizeisprecherin Chiarella Piana auf Anfrage sagte. Zwei weitere Studenten erlitten eine leichte Rauchvergiftung und konnten ambulant vom Dorfarzt behandelt werden. Elf Personen blieben unverletzt.

Sportferien selbst organisiert: Bei den beiden Opfern handelt es sich um Mitglieder einer 15-köpfigen Gruppe von Studierenden der Fachhochschule Nordwestschweiz für Gestaltung und Kunst in Aarau. Die zehn Studenten und fünf Studentinnen im Alter zwischen 21 und 25 Jahren verbrachten ihre Sportferien in Splügen, wie die Behörden am Dienstag an einer Medienorientierung vor Ort bekannt gaben. Das Ferienlager war von den Studenten organisiert worden und stand nicht unter einer Leitung.
Die Staatsanwaltschaft hat bereits zwölf Personen zum Brand befragt. Die Studierenden mussten nach dem Brandausbruch das Gebäude bei Nacht und Kälte fluchtartig verlassen. Zu ihrer Betreuung wurde das Care Team Grischun aufgeboten. Die Angehörigen der Toten und der Vermissten wurden orientiert.
Sobald die Namen der Studierenden bekannt seien, werde die Fachhochschule Nordwestschweiz intern ihre Studierenden und Dozierenden informieren, sagte die Sprecherin der Schule. Richard Bührer, der Direktionspräsident der FHNW, zeigte sich bestürzt. Er drücke den Angehörigen in einer Mitteilung sein Beileid aus.

Brandursache wird ermittelt: Der Brand hatte sich von einem Zimmer im zweiten Obergeschoss ausgebreitet. Die Gefahr eines Übergreifens der Flammen auf umliegende Gebäude sei sehr groß gewesen, sagte der Bündner Feuerwehrinspektor Hansueli Roth. Der Brand war am frühen Dienstagmorgen unter Kontrolle. Das Gebäude wird jedoch noch drei bis vier Tage von einer Brandwache beaufsichtigt. Zur Brandursache liegen vorerst keine Angaben vor. Brandermittlungsspezialisten der Kantonspolizei nahmen die Arbeit auf.
Beim Brandobjekt, dem Erni-Haus mitten im Oberdorf von Splügen, handelt es sich um ein 100-jähriges Gebäude aus Stein. Daran angebaut sind zwei 250 Jahre alte Holzhäuser. Über die Höhe des Sachschadens konnte die Behörde noch keine Angaben machen.

Neue Züricher Zeitung

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