Technisch

B: 750 Florianis im Kampf gegen die Fluten

Oberpullendorf (B): Hagelkörner mit einem Durchmesser von rund 7 Zentimeter krachten Donnerstagnachmittag, den 26. Juni 2008, auf Lackenbach und Lackendorf nieder und verursachten einen Schaden in Millionenhöhe.

Rund 35 Hausdächer wurden gänzlich zerstört, die Feuerwehr hatte alle Hände voll zu tun, hier provisorisch die Dächer abzudichten, doch nur wenigen Stunden später bescherte ein Starkregen den Feuerwehrleuten in fast allen Gemeinden des mittleren Burgenlandes eine erneut chaotische Situation. Besonders schlimm betroffen waren die Ortschaften entlang des Stooberbaches (Stoob, Neutal, Markt St. Martin, Kalkgruben) sowie auch Kobersdorf, Oberpetersdorf, Weppersdorf und auch Neckenmarkt und Horitschon. Teilweise verwandelten sich die Straßen in reißende Flüsse, die auch vor Kellern nicht halt machten. Mauern wurden umgerissen, in Kobersdorf fiel auch kurzzeitig der Strom aus.

„Es hat sich einmal mehr gezeigt, dass unser Konzept, viele kleine Feuerwehren zu haben, aufgeht, denn heute wäre es sonst nicht möglich gewesen, in jeder Ortschaft des Bezirkes in dieser raschen und unkomplizierten Art und Weise zu helfen“, unterstreicht Bezirks-Einsatzleiter und Bezirksfeuerwehrkommandant OBR Mag. Rudolf Ferscha, der sich bereits nach der ersten Schadenswelle in die betroffenen Ortschaften begab und hier die 750 Einsatzkräfte der 33 eingesetzten Wehren des Bezirkes koordinierte. Mit Spezialpumpen wurden Keller ausgepumpt, und wo dies nicht möglich war, wurde auch versucht mit Sandsäcken schlimmeres zu verhindern. Einige Straßen mussten für den Verkehr gänzlich gesperrt werden.

„Die geleistete Arbeit der freiwilligen Helfer heute war großartig, rund 200 Feuerwehrkameraden aus dem gesamten Bezirk Oberpullendorf haben sich kurzerhand auch am Freitag frei genommen, um Keller auszupumpen und die Aufräumarbeiten der Nacht fortzusetzen“, ist sogar Bezirksfeuerwehrkommandant OBR Mag. Rudolf Ferscha von der erbrachten Freiwilligkeit der Florianijünger beeindruckt. Er ist außerdem froh, dass keinem der 750 Mann beim Einsatz etwas passiert ist, obwohl in schwindelerregenden Höhen Dächer abgedichtet wurden oder vollkommen überflutete Keller leer gepumpt wurden. „Die Aus- und Weiterbildung trägt in so einer Situation positive Früchte“, so Ferscha abschließend über den geleisteten Einsatz. Die Aufräumarbeiten im Bezirk Oberpullendorf dauerten bist Freitagabend spät in die Nacht.

BFKDO Oberpullendorf

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