USA: Fast 3.000 Häuser in Kalifornien von Buschbränden bedroht
Kalifornien (USA): Die anhaltenden Waldbrände in Südkalifornien treiben die Feuerwehr und die Nationalgarde an den Rand der Erschöpfung. Die Einsatzkräfte seien überwältigt und übermüdet, einige hätten seit Tagen nicht geschlafen, sagte der kalifornische Gouverneur Arnold Schwarzenegger am Samstag, dem 5. Juli 2008.
Im dem Staat verbrannten innerhalb von zwei Wochen mehr als 2.000 Quadratkilometer Buschland. 69 Häuser wurden zerstört.
Die Löscharbeiten konzentrierten sich nach Angaben des Gouverneurs auf die Küstenregion von Santa Barbara. Dort drohen derzeit fast 2.700 Häuser, ein Raub der Flammen zu werden. Ein Brand im Waldgebiet Los Padres vernichtete bereits 34 Quadratkilometer Land. Die meisten bedrohten Häuser wurden bereits evakuiert. Die Bewohner von 1.400 weiteren wurden aufgefordert, sich auf eine Flucht vorzubereiten. Kühlere, feuchtere Luft unterstützte am Samstag die Löscharbeiten, trotzdem war der Brand noch nicht unter Kontrolle, wie eine Sprecherin des Bezirks erklärte.
Fast 1.200 Feuerwehrleute bemühten sich, die Flammen einzukreisen. Sie wurden dabei von Löschflugzeugen und Hubschraubern unterstützt. Der Brand, der am Dienstag begann, wurde nach Angaben von Ermittlern von Menschen ausgelöst. Dabei war nicht klar, ob das Feuer absichtlich gelegt wurde oder durch Fahrlässigkeit entstand.
Auch weiter nördlich, bei Big Sur, verbesserten sich die Bedingungen für die Einsatzkräfte. Dennoch gelang es ihnen nach wie vor nicht, einen vor knapp zwei Wochen ausgebrochenen Brand unter Kontrolle zu bringen. In Big Sur wurden bisher 22 Häuser zerstört.
Entlang der berühmten Küstenstraße Highway 1 wurden gezielt Gegenfeuer gelegt, um den vorrückenden Flammen Einhalt zu gebieten. Die Bedingungen dafür seien perfekt, sagte Feuerwehrsprecher Hector Sanchez am Freitag. Es sei windstill und kühl.
