Nö: Frauen dürfen doch zur Feuerwehr Brunn
Brunn/Gebirge (Nö): Der Fall hat für Aufregung gesorgt: Vier Frauen werden von der Feuerwehr in Brunn/Gebirge nicht aufgenommen, weil sie Frauen sind! Am 21. August 2008 gab es eine Lösung: die Feuerwehr spricht von einem Missverständnis, Frauen sind ab sofort erlaubt!
Ergebnis nach Gespräch am Donnerstag: Nach einem einstündigen Gespräch am Donnerstag, 21. August 2008, mit der niederösterreichischen Gleichbehandlungsbeauftragten waren die Probleme aus dem Weg geräumt, die eine Woche lang weit über die Grenzen von Brunn am Gebirge (Bezirk Mödling) hinaus für Diskussionen gesorgt hatten. Das Ergebnis: Ab sofort sind Frauen nun auch bei der Feuerwehr Brunn am Gebirge willkommen!
Eine „unglückliche Formulierung“:Die ganze Aufregung sei auf ein Missverständnis zurückzuführen, sagte Christine Rosenbach, die Gleichbehandlungsbeauftragte: „Bei der seinerzeitigen Ablehnung der weiblichen Aufnahmewerberinnen handelte es sich um eine unglückliche Formulierung. Das bedauert die Feuerwehr Brunn am Gebirge auch sehr. Die Tatsache für die Ablehnung war eben, dass der Personalbedarf nicht gegeben ist, sie haben die Kapazität erreicht.“
Frauen sollten nicht diskriminiert werden: Im Gespräch sei klar heraus gekommen, dass die Frauen nicht diskriminiert werden sollten, „der Herr Feuerwehrkommandant – und das ist das Entscheidende jetzt – wird sich an alle abgelehnten Aufnahmewerberinnen mit der Einladung zu einem persönlichen Gespräch wenden – und wenn sie mittun wollen, dann wird das ganz normale Aufnahmeverfahren eingeleitet“, erklärte die Gleichbehandlungsbeauftragte Christine Rosenbach.
Feuwehr Brunn: „Es war ein Formalfehler“: Auch der Fritz Gollob, der Feuerwehr-Kommandant von Brunn am Gebirge, spricht wörtlich von einem Formalfehler, der ihm unterlaufen sei.
„Ich habe diesem heutigen Gespräch schon mit voller Erwartung entgegen gesehen, und bin mit dem Ausgang sehr zufrieden. Es hat sich bestätigt, dass die Feuerwehr Brunn nicht als frauenfeindliche Feuerwehr zu gelten hat. Und ich sehe dem von Frau Rosenbach vorgeschlagenem Termin des persönlichen Gesprächs, das wir mit den Betroffenen suchen, zum Wohle der Feuerwehr Brunn sehr positiv entgegen.“
Betroffene Frauen sind zufrieden: Landesfeuerwehrkommandant Josef Buchta hofft nach dem Gespräch am Donnerstag, den Frauenanteil weiter steigern zu können.
Die vier betroffenen Frauen, die den Fall ins Rollen gebracht haben, sind mit dem heutigen Ergebnis jedenfalls sehr zufrieden.
Freiw. Feuerwehr Brunn am Gebirge
ORF Niederösterreich
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