Stmk: Mehr Feuerwehreinsätze durch Unwetter -> Sommerbilanz 2008
Steiermark: Starkregen, Sturmböen und Hagel – der Sommer 2008 war ungewöhnlich reich an schweren Unwettern. In den Monaten Juni, Juli und August gab es deutlich mehr Feuerwehreinsätze nach Unwettern, als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.
Mehr Hochwässer, Sturmschäden und Muren: Die steirischen Feuerwehren ziehen Bilanz über die Einsätze im Sommer 2008: Dabei zeigt sich, dass das Wetter heuer im Vergleich zum Sommer des Vorjahres verrückt spielte. Durch die teils heftigen Gewitter stiegen die Feuerwehreinsätze im Vergleich zum Sommer 2007 stark an, sagt Landesfeuerwehrkommandant Albert Kern: „Hochwässer, die in Summe bereits zu 120 Prozent zugenommen haben, Straßenfreimachung, um 100 Prozent mehr Sturmschäden, um ein Viertel mehr Murenabgänge, Felsrutschungen – all diese Aktivitäten haben gewaltig zugenommen. Das ist eine große Herausforderung für die steirischen Feuerwehren.“
„Auch die Brandeinätze nach Blitzeinschlägen stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 40 Prozent“, sagt Kern.
Unwetterwarnsystem informiert rechtzeitig: Dass die Feuerwehren trotzdem so gut reagieren konnten, liegt vor allem an den genauen Wettervorhersagen und auch am Unwetterwarnsystem, so Kern: „Wir kriegen die Information rechtzeitig vorher und diese Informationen sind sehr aussagekräftig und passen vom Zeitpunkt ziemlich genau. Wir können diese Informationen weitergeben und uns auf die hier angesagten Einsatzszenarien vorbereiten.“
Warnung per SMS und Mail: Derzeit werden die Unwetterwarnungen beispielsweise von Versicherungen per SMS und e-Mail an das Landesfeuerwehrkommando geschickt. Von dort werden sie dann an die Bezirkskommandanten weitergeleitet.
Flächendeckendes Warnsystem erwünscht: Doch dieses Warnsystem ist in der Steiermark noch nicht flächendeckend, wäre es das, könnte man viel Zeit sparen und Schaden abwenden, so Kern: „Es wäre erforderlich, dass wir hier diese Information an unsere Kommandanten direkt herantragen können. Also auch den Abschnittsfeuerwehrkommandanten, das wäre eine wesentliche Erleichterung.“ Doch die Ausweitung des Warnsystems kostet Geld und es sei noch nicht geklärt wer dieses Geld aufbringt, sagt Kern.
