Technisch

Deutschland: Wassermassen gefährdeten Wohnhaus -> Großeinsatz

Herdecke (Deutschland): Die Herdecker Feuerwehr kam auch am Samstag, 7. März 2009, nicht zur Ruhe. Insgesamt rückten die Blauröcke zu vier Einsätzen aus. Größter Einsatz war eine Hilfeleistung im Huser Feld, wo ein Wohnhaus akut durch Wasser gefährdet war.

Gegen 8:10 Uhr ging per Notruf eine Meldung ein, dass Wasser aus einem Hang austritt und ein darunterliegendes Gebäude akut gefährden würde. Keiner ahnte zu diesem Zeitpunkt, dass sich dieser Einsatz bis in den Nachmittag hinziehen würde. Nach wenigen Minuten waren die ersten Einsatzkräfte vor Ort. Die rückwärtige Terrasse des Einfamilienhauses (zum Hang hin) stand komplett unter Wasser. Die Massen drohten in das ebenerdige Wohnzimmer sowie in mehrere Kellerschächte zu laufen. Sofort wurden Tauchpumpen vorgenommen um dies zu verhindern. „Weiterhin forderte Einsatzleiter Hans-Jörg Möller 100 Sandsäcke an, die mit dem Lastkraftwagen der Wehr transportiert wurden. Mit den Sandsäcken wurde zusätzlich noch ein Wall vor der Terrasse gebildet.

„Bei dem Gebäude handelt es sich um einen Flachdachbau in geschlossener Bauweise. Der Feuerwehr blieb nichts anderes übrig, als die Schläuche zum Abpumpen des Wassers durch die Wohnung nach vorne zum Huser Feld zu legen“, so ein anwesender Feuerwehrsprecher. Die Maßnahmen zeigten schnell Wirkung, so dass eine Ausbreitungsgefahr auf das Gebäude schnell verhindert wurde. Jedoch lief immer wieder Wasser aus dem darüberliegenden Hang nach. Mit Schüppen und Spaten machten sich mehrere Feuerwehrmänner auf nach der Ursache. Nach einer mühsamen und dreckigen Suche konnten zwei sekundäre Ursachen ausgemacht werden: An der rechten Grundstücksseite war ein in der Erde liegendes Drainagerohr geborsten. Bei dem darüberliegenden Grundstück war ein Kanal vollgelaufen. Der auf dem Privatgrundstück befindliche Kanal wurde immer wieder von den Einsatzkräften abgepumpt, jedoch lief er in relativ kurzer Zeit immer wieder voll. Das Drainagerohr konnte nicht geflickt werden. Auch hier schossen regelrecht die Wassermassen heraus. Abschnittsleiter Bernd Elberfeld baute aus Folien eine provisorische Rinne, die das Wasser zu einem Kanal leitete ohne das Gebäude zu gefährden.

Die primäre Ursache konnte von der Feuerwehr sowie einem Abwasserexperten der Technischen Betriebe nicht ausgemacht werden. Vorsorglich wurden alle Kanäle in der Umgebung ohne eine Auffälligkeit von der TBH kontrolliert. Auch die Dortmunder Energie und Wasser wurde hinzugezogen, um einen eventuellen Rohrbruch auszuschließen. „Die Ursache warum der Hang In der Schlage / Huser Feld mit so viel Wasser belastet ist, müssen nun andere Instanzen klären. Dies wäre reine Spekulation und auf diesem dünnen Boden begeben wir uns nicht“, so ein Feuerwehrsprecher. Die primäre Ursache konnte somit nicht bekämpft werden: Das Wasser lief immer wieder nach. Mit dem aufgebauten Provisorium konnten jedoch die Gebäude im Huser Feld geschützt und gerettet werden. Über das Wochenende wurde der betroffenen Familie eine Tauchpumpe der Feuerwehr zur Verfügung gestellt, um das Wasser eigenständig weiter abzupumpen. Der Gefahrenabwehr der Feuerwehr konnte erst gegen 15 Uhr beendet werden. Das Ordnungsamt wurde ebenfalls informiert und war an der Einsatzstelle.

Weitere Hilfeleistungen: Weiter ging es für die Feuerwehr um 15:30 Uhr zur Rehbergstraße. Dort brannte ein Container in voller Ausdehnung, der mit einem C-Rohr unter Atemschutz gelöscht wurde.
Gegen 23:54 Uhr sollte die Wetterstraße komplett unter Wasser stehen und den Straßenverkehr gefährden. Hier konnte die Feuerwehr keine Feststellung machen und rückte ohne Tätigkeit wieder ein.

Feuerwehr Herdecke

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