Stmk: Betrunkene Schaulustige verunglückten auf Flucht selbst
Retznei (Stmk): Kurioser Unfall Freitagnacht, 17. April 2009, im Bezirk Leibnitz: Als Polizeibeamte für Erhebungen zu einer Unfallstelle kamen, bemerkten sie einen Pkw mit zwei Insassen, die das Wrack besichtigten. Die Männer rasten davon und verunglückten selbst.
Um etwa 3.00 Uhr wurden die Beamten zu einem Verkehrsunfall bei Retznei im Bezirk Leibnitz gerufen. Ein Auto lag nach einem Verkehrsunfall auf dem Dach, von dem Lenker fehlte jede Spur; die Feuerwehr barg das Wrack.
Als die Polizisten nach einiger Zeit zur Unfallstelle zurückkamen, um noch einmal nach den Verunglückten zu suchen, hielt neben dem Autowrack ein Auto an. Die Insassen, zwei junge Männer, besichtigen den zu Schrott gefahrenen Wagen.
Als der Lenker die Polizei sah, fuhr er los. Die Beamten folgten dem Wagen unauffällig und bewusst ohne eingeschaltetes Blaulicht. Trotzdem kam das Auto auf der kurvigen Straße nach etwa einem Kilometer von der Fahrbahn ab, prallte gegen gelagerte Baumstämme und fing sofort Feuer. Laut Polizei schlugen meterhohe Flammen aus der Motorhaube. Der 19-jährige Lenker konnte sich noch selbst aus dem Auto befreien. Sein 24-jähriger Beifahrer saß bewusstlos zusammengesackt auf dem Beifahrersitz. Die Polizisten öffneten die Tür mit Gewalt und zogen den Mann heraus. Der Feuerwehr, die wegen der Bergung des ersten Unfallautos noch in der Nähe war, gelang es die Flammen in letzter Minute zu löschen, bevor sie auf den angrenzenden Wald übergreifen konnten. Die beiden Fahrzeuginsassen wurden mit schweren Verletzungen ins LKH Wagna gebracht. Ein Alkotest beim Lenker ergab 1,5 Promille. Stunden später konnte die Polizei auch den ersten Unfalllenker ausforschen. Der 25-Jährige war unverletzt geblieben. Auch bei ihm war ein Alkotest positiv – ihm wurde der Führerschein abgenommen.
