Nö/Tirol/Oö: Unwetter vom 26.5.2009 endeten relativ glimpflich
Nö/Tirol/Oö: NÖ ist relativ glimpflich davongekommen. Insgesamt mussten am 26. Mai 2009 mehr als 200 Einsatzkräfte in der Nacht 34 Mal ausrücken, hauptsächlich um entwurzelte Bäume zu beseitigen und Keller auszupumpen.
Betroffen waren die Bezirke Amstetten, Gmünd, Hollabrunn, Korneuburg und St.Pölten. Der Süden den Landes, das Industrieviertel, blieb großteils verschont. Die meisten Einsätze hat es in der Ortschaft Großmugl im Bezirk Korneuburg gegeben, wo die Feuerwehr dutzende Keller auspumpen musste. In Vitis, im Waldviertel, musste das Feuerwehr-Festzelt wegen des Sturmes gesichert werden. Am stärksten fegte der Sturm über den Raum um Waidhofen an der Ybbs, wo Windgeschwindigkeiten bis zu 110 km/h gemessen wurden. Insgesamt wurden in Niederösterreich von Sonntagnachmittag bis Montagmorgen 1131 Blitze gemessen. Gehagelt hat es vor allem nördlich von Wien.
Tirol:Vor allem im Unterland waren die Feuerwehren im Einsatz, um umgestürzte Bäume beiseite zu räumen und Straßen wieder freizumachen. Hausdächer wurden beschädigt, auch einige Keller mussten ausgepumpt werden. In Strengen am Arlberg streifte gegen 22.00 Uhr ein umgstürzender Baum die 110-KV-Leitung der ÖBB. Der Baum begann zu brennen. Passanten entdeckten das Feuer. Die Freiwillige Feuerwehr Strengen rückte mit 27 Mann aus und konnte den Brand rasch löschen. Die Leitung wurde noch in der Nacht von einem Sachverständigen überprüft. Behinderungen im Zugverkehr dürfte es keine geben.
Die Pegelstände des Inns, der Isel und der Drau steigen inzwischen ständig weiter. Eine Gefahrensituation besteht aber nach Auskunft des Hydrografischen Dienstes des Landes derzeit nicht.
Oberösterreich: Die Sturmfront mit starkem Regen und Hagel hat vor allem in der ersten Nachthälfte für zahlreiche Feuerwehreinsätze gesorgt. Betroffen waren vor allem das Inn- und das Hausruckviertel, kleinere Schäden gab es aber in so gut wie allen Bezirken.
Kurz nach 20.00 Uhr musstenen die Feuerwehren zu den ersten Einsätze im Bezirk Braunau ausrücken. Innerhalb der nächsten zwei Stunden folgten dann noch rund 200 weitere Einsätze im ganzen Bundesland. Die Hauptursachen waren umgestürzte Bäume, abgerissene Äste und überflutete Keller.
Auch mehrere Dächer wurden beschädigt und Baugerüste umgerissen. Wie etwa in Steyr, wo auf der Ennsleite ein mehrere Stockwerke hohes Gerüst umgestürzt war.
Besonders schwere Folgen hatte ein Blitzschlag im Bezirk Grieskirchen. Das Gelände rund um das dortige Umspannwerk glich nach dem Sturm einem einzigen Scherbenhaufen. So gut wie alle Fensterscheiben des 20 bis 30 Meter langen, einstöckigen Gebäudes waren geborsten.
Konkret waren 22.000 Stromkunden betroffen. Doch das Einsatzteam der Energie AG arbeitete mit Hochdruck und schaffte es, bis Mitternacht fast alle betroffenen Kunden wieder mit Strom zu versorgen.
Über 2.700 Blitze haben sich übrigens in der vergangenen Nacht über Oberösterreich entladen.
