Stmk: Spektakulärer Lkw-Unfall auf der Autobahnabfahrt Traboch
Traboch (Stmk): Am Montag, dem 13. Juli 2009, kam es gegen 14.00 Uhr zu einem folgeschweren Lkw–Unfall auf der Autobahnabfahrt Traboch bei dem der Fahrer im, auf dem Dach liegenden, Schwerfahrzeug eingeklemmt wurde.
Um 14.15 Uhr wurden die Feuerwehren Madstein – Stadlhof und Traboch-Timmersdorf über Florian Leoben mit dem Einsatzbefehl „Lkw-Unfall auf der Autobahnabfahrt Traboch, Person eingeklemmt“ alarmiert. Bereits bei der Anfahrt war zu sehen, dass sich der Sattelschlepper überschlagen hatte und auf dem Dach liegen geblieben ist.

Unter Einsatz von je zwei hydraulischen Rettungssätzen wurde begonnen einen Zugang zu dem verletzten Fahrer zu schaffen. Nachdem dies erfolgt war, konnte der Fahrer durch die beiden Notarztteams erstversorgt werden. Da eine weitere Befreiung unmöglich und auch der Einsatz von Hebekissen nicht möglich war, wurde von Einsatzleitung Madstein das Kranfahrzeug der Feuerwehr Trofaiach nachalarmiert.

Nach dem Eintreffen von Kran Trofaiach wurde das Schwerfahrzeug angehoben. Mittels hydraulischem Stempel und Spreizer konnte die Öffnung so weit gedehnt werden das schließlich der Fahrer nach rund 60 Minuten aus seiner misslichen Lage befreit werden konnte. Nach kurzer Behandlung vor Ort wurde er mit Verletzungen unbestimmten Grades ins LKH Leoben eingeliefert. In der Zwischenzeit wurde auch das GSF Göss nachalarmiert, um den Dieseltreibstoff aus dem Tank zu pumpen.

Besondere Gefahr für die Einsatzkräfte bestand aufgrund der Ladung. Mehrere Tonnen ungelöschter Kalk waren über die gesamte Autobahnauffahrt Richtung St. Michael verstreut. Ein Arbeiter des Abschleppunternehmens zog sich bei den Aufräumarbeiten aufgrund des Kalkes Verletzungen am Auge zu. Er wurde mit einer Augenspülflasche des GSF Göss versorgt.
Besonders erwähnt werden sollte hier auch die gute Zusammenarbeit der beiden Ortsfeuerwehren Madstein – Stadlhof und Traboch – Timmersdorf und aller anderen eingesetzten Einsatzkräfte während der Personenrettung und der Bergearbeiten. Um 19.30 Uhr konnte die letzte Wehr ins Feuerwehrhaus einrücken.
Eingesetzt waren:
• FF Madstein – Stadlhof: KLF, TLF-A 2000 13 Mann
• FF Traboch – Timmersdorf: KLF, TLF-A 3000 12 Mann
• FF Göss: GSF, KÖF-A, GSF-T 7 Mann
• FF Trofaiach: RF-K, RLF-A, MTF 10 Mann
• Rotes Kreuz Leoben und Kalwang: 2 NAW, 2 RTW 10 Mann
• Polizei: Streifenwägen, 6 Mann
• Straßenmeisterei, Abschleppunternehmen, Baggerunternehmen, Lkw-Servicewagen
