Bayern: Räumung des Westbades in München nach starkem Chlorgasgeruch

München (Bayern): Ausgelöst wurde der Einsatz am 9. Mai 2010 durch die medizinische Behandlung des Schwimmmeisters, der zwei Stunden nach Beginn der ersten Symptome von Halsschmerzen und Augenbrennen den Rettungsdienst verständigt hat.
Der Rettungsdienst des Bayrischen Roten Kreuzes bemerkte sofort den starken Chlorgeruch im Bad und alarmierte daraufhin die Feuerwehr München. Die Einsatzkräfte räumten vorsorglich den gesamten Badebereich. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich dort 260 Badegäste.
Parallel dazu kontrollierte ein Trupp, geschützt mit Spritzschutzanzügen und Atemschutz, den Raum der Chlorzumischung. Hier konnte kein erhöhter Chlorwert gemessen werden und somit ein Chlorgasaustritt aus der Anlage ausgeschlossen werden. Nach Hinweisen der Mitarbeiter wurden gestern Abend die Laufstege im Hallenbad mittels Chlorgranulat von Algenbefall gereinigt. Dabei blieb, nach bisherigen Kenntnissen, unbemerkt etwas Granulat liegen. Dieses Granulat spülte ein weiterer geschützter Trupp mit viel Wasser von diesen Stegen ab.

Gleichzeitig setzte die Feuerwehr einen Großlüfter ein der den gesamten Hallenbadbereich Überdruckbelüftete. Im Gesamten klagten zwei Mitarbeiter und ein fünfjähriges Mädchen über leichte Halsschmerzen. Ein hinzugezogener Toxikologe aus dem Krankenhaus „Rechts der Isar“ konnte nach kurzen Untersuchungen alle nach Hause entlassen.

Auf Anraten des Arztes blieb jedoch das Bad bis auf eine endgültige Reinigung und Freimessung geschlossen.
