Deutschland: Mehrfamilienhaus auf St. Pauli brennt komplett aus
Hamburg (Deutschland): Ein Wohnhaus auf dem Hamburger Kiez ist am Freitagmorgen, 14. Mai 2010, bei einem Großfeuer komplett ausgebrannt. Die Wohnungen in dem Mietshaus im Hamburger Berg, einer Seitenstraße der Reeperbahn im Stadtteil St. Pauli, sind unbewohnbar.
Ein Bewohner wurde am Fuß verletzt, als er sich mit einem Sprung aus dem ersten Stock rettete.
Zwei verspätete Nachtschwärmer hatten den Brand am Morgen entdeckt und die Feuerwehr alarmiert. Nach ersten Ermittlungen war auf der Rückseite des vierstöckigen Mehrfamilienhauses mit einer Kneipe im Erdgeschoss ein Müllcontainer in Brand geraten. Das Feuer habe dann rasend schnell auf das Treppenhaus übergegriffen und sei sofort bis ins Dachgeschoss durchgelaufen, so der Feuerwehrsprecher. Das Übergreifen sei dadurch begünstigt worden, weil das gut 80 Jahre alte Gebäude zum großen Teil aus Holzbalken und einem Holztreppenhaus bestehe. Etwa 30 Einsatzkräfte waren wegen der zahlreichen Glutnester bis zum Mittag mit Nachlöscharbeiten beschäftigt.
Nach einem Bericht des Radiosenders NDR 90,3 sollen die beiden Nachtschwärmer wesentlich zur Rettung der Hausbewohner beigetragen haben. Sie weckten nicht nur gefährdete Nachbarn, sondern rückten geistesgegenwärtig auch ein in der Nähe abgestelltes altes Sofa unter die Fenster des brennenden Hauses. Die Bewohner hätten die Couch dann als Sprungpolster nutzen können.
