Technisch

Oö: Einsatzreicher Tag bei Höchsttemperaturen

Asten (Oö): Gleich vier Einsätze hatte die Freiwillige Feuerwehr Asten am 14. Juli 2010 zu bewältigen. Eine Lkw-Bergung, eine Menschenrettung und zwei BMA-Alarme gab es am heutigen Tagzu bewältigen

Um 09.15 Uhr wurde der erste Alarm ausgelöst. Ein mit 25,2to Bauxit beladener Sattelzug war im B1 Kreisverkehr umgestürzt. Der Lenker wurde dabei unbestimmten Grades verletzt und vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht. Zur Bergung des Unfallfahrzeuges wurde zusätzlich das Kranfahrzeug der Feuerwehr Enns nachalarmiert.

Vorerst musste der Kraftstofftank leer ge-pumpt werden, danach konnte das tonnenschwere Gefährt durch den gleichzeitigen Einsatz des Krans sowie einer Seilwinde und eines Greifzuges wieder auf die Räder gestellt werden. Anschlie-ßend wurde das Zugfahrzeug von der Feuerwehr abgeschleppt, der Container wurde auf ein Er-satzfahrzeug umgeladen.

Gleichzeitig wurden ausgeflossene Betriebsmittel gebunden und eine Grobreinigung der Fahrbahn durchgeführt. Während der Bergungsarbeiten war die B1 in diesem Bereich teilweise gesperrt.

Um 11.20 Uhr, also kurz vor Ende dieses überaus anstrengenden Einsatzes – immerhin hatte es 34°C im Schatten – wurden die eingesetzten Kräfte zu einem weiteren Verkehrsunfall alarmiert. Nur etwa 300m von der ersten Unfallstelle entfernt war aus unbekannter Ursache ein Pkw mit einem Lkw zusammengestoßen, wodurch der Pkw in Folge des Aufpralls im Straßengraben landete.

Die Beifahrerin wurde nach Erstversorgung durch die Feuerwehr vom Roten Kreuz abtransportiert. Der Lenker war hinter dem Steuer eingeklemmt und konnte nur mittels hydraulischem Rettungsgerät befreit werden. Er wurde anschließend von der Besatzung des Notarzthubschraubers übernommen und ins Krankenhaus geflogen.

Wieder waren die Aufräumarbeiten noch voll im Gange, als um 11.40 Uhr ein weiterer Alarm einging. Dieses Mal wurden die Feuerwehren Asten, Raffelstetten und Enns zu einem Brandverdacht in der nahe gelegenen Westbahnunterführung gerufen. Glücklicherweise brannte es nicht wirklich, sondern es war durch übermäßige Rauch- bzw. Wärmeentwicklung – Grund dafür war ein durch die beiden Unfälle verursachter Verkehrsstau in der Unterführung – zur Auslösung eines automatischen Brandmelders gekommen. Dieser Einsatz wurde nach wenigen Minuten beendet und der Verkehr konnte von der Tunnelbetriebsleitung wieder frei gegeben werden.

Nach einer kurzen Verschnaufpause folgte um 15.55 Uhr schon wieder ein Einsatz. Aufgrund eines technischen Gebrechens wurde durch die automatische Brandmeldeanlage in einem Großbetrieb Feueralarm ausgelöst.

Gott sei Dank war bei Temperaturen um 35°C das Eingreifen der Feuerwehr nicht wirklich erforderlich. Der Fehler wurde unverzüglich behoben und die Einsatzkräfte konnten wieder einrücken.

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