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D: Mehr als 150 Feuerwehrleute kämpfen gegen Großbrand in Ofterdingen

Ofterdingen (Deutschland): Ein Feuer hat in der Nacht zum Freitag, 17. September 2010, die Stielfabrik Schmid mit Sägewerk nahezu völlig zerstört. Es war der zweite Großbrand in Ofterdingen innerhalb weniger Tage,…

… einer der größten im Landkreis in den letzten Jahren – mit Millionenschaden. Mehr als 150 Feuerwehrleute löschten stundenlang. Verletzt wurde niemand. Die Brandursache ist noch unklar.

Eine riesige Feuerwand entlang der Steinlach, gespenstisches Knacken und Prasseln, turmhohe Flammen und Rauchwolken, die selbst noch in Tübingen zu sehen waren: Dieses Bild bot sich kurz nach Mitternacht im Gewerbegebiet an der B 27, auf der anderen Seite des Flusses. Gegen 23.45 Uhr war bei der Ofterdinger Feuerwehr der Alarm eingegangen.

„Wir waren das erste Fahrzeug, LF 16 Ofterdingen 44“, berichtete Hans-Dieter Wagner, der das Gelände absicherte – und just an dem Abend mit seinen Kollegen den Ernstfall probte: „Wir hatten Übung, saßen zusammen, wollten heim.“ Wenig später mussten sie Verstärkung aus Mössingen, Nehren, Dußlingen und dann auch aus Tübingen anfordern. Denn der Brand breitete sich mit rasender Geschwindigkeit aus. „Da kannst du gar nicht mehr löschen, das kannst du nur noch kontrolliert abbrennen lassen“, konstatierte einer der Zuschauer am Rande. Ein Rentner, der 46 Jahre lang in der Stielfabrik gearbeitet hatte, konnte sich von dem traurigen Anblick – und höllischen Feuerspektakel – kaum mehr losreißen.

Auf der anderen Seite der Steinlach fiel selbst die Hochspannungsleitung in der Flammenwand, blieb von dem weitläufigen Fabrikkomplex, den ganzen Gebäuden nicht mehr viel übrig. Selbst nach mehr als zwei Stunden noch loderten Flammen aus den Trümmern. Fassungslos verfolgte Christian Schwarz, neben vielen anderen aus den nahegelegenen Wohnhäusern in der Mühlstraße, die Löscharbeiten. Der Mann aus der Waiblinger Gegend war mit seinem mobilen Sägewerk vor Ort, hatte im Lkw übernachtet – und war am Schein und Prasseln des Feuers aufgewacht.

Tagblatt

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