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Belgien: Hausexplosion in Brüssel fordert 3 Tote und 17 Verletzte

Brüssel (Belgien): Bei einer Hausexplosion sind in Brüssel drei Menschen gestorben. Marode Gasleitungen könnten für den Unfall verantwortlich sein. Bereits im Januar starben bei einem ähnlichen Unglück in Lüttich 14 Menschen.

Drei Tote und 17 Verletzte – so lautet die Bilanz einer gewaltigen Hausexplosion in der belgischen Hauptstadt Brüssel. Zwei Männer im Alter von 58 und 66 Jahren wurden tot aus den Trümmern geborgen. Die Zahl der Opfer könnte nach Polizeiangaben noch steigen, da eine Hausbewohnerin auch am Sonntag noch vermisst wurde und zwei Menschen in Lebensgefahr schwebten (Update: Einen vermissten 58-Jährigen bargen die Helfer Stunden später ebenfalls nur noch tot). Unglücksursache war nach ersten Erkenntnissen ausströmendes Gas – ein defekter Zähler oder eine marode Gasleitung könnten der Grund sein. Bei der heftigen Detonation am Samstagabend, 25. September 2010, stürzten drei Wohnhäuser in sich zusammen.

Der Unglücksort im Stadtteil Schaerbeek in der Nähe des Nordbahnhofs bot am Morgen des 26. September 2010 ein Bild des Schreckens: Die drei Häuser sind komplett zerstört. Steine, Mauerwerk, Möbel und Kleidung liegen auf einem gigantischen Trümmerberg wild durcheinander. An den Wänden zum Nachbarhaus führen Zimmertüren ins Leere, eine schwarze Wanduhr im zweiten Stock tickt noch, doch das Zimmer davor ist in die Tiefe gestürzt. Eine Waschmaschine steht auf einem letzten Mauerrest, darunter gähnt der Abgrund.

Die gewaltige Wucht der Explosion ließ am Samstagbend kurz vor Mitternacht in zahlreichen Nachbarhäusern Fenster und Türen zersplittern, auf den Dächern wurden Dachpfannen abgedeckt. Die Trümmer begruben einen Lebensmittelladen im Erdgeschoss und ein geparktes Auto unter sich. Anwohner liefen voller Schrecken aus ihren Häusern und standen zitternd im Regen.

Im zweiten Stock eines zerstörten Hauses habe eine Frau auf einem Mauervorsprung gestanden und sich festgeklammert, unter ihr in etwa zehn Metern die Tiefe. “Sie hat um Hilfe gerufen, aber wir konnten ihr nicht helfen, weil es zu hoch war. Wir mussten warten, bis die Feuerwehr kam“, erzählt der 49-jährige Adif.

Das Unglück weckt Erinnerungen an eine Gasexplosion im ostbelgischen Lüttich. Im Januar waren dort beim Einsturz eines Wohnhauses 14 Menschen ums Leben gekommen.

op-online

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