USA: Feuerwehr schaut zu, wie Haus von Familie abbrennt
USA: Damit die Floriani-Jünger im Brandfall zur Stelle sind und tätig werden, müssen die Einwohner von Obion County im US-Bundesstaat Tennessee der Feuerwehr der nahen Stadt South Fulton im Jahr pro Haus eine Gebühr in der Höhe von 75 Dollar (rund 55 Euro) zahlen. Dass man das besser tut, zeigt der Fall der Familie Cranick…
Als das Haus der Cranicks Ende September 2010 in Brand geriet, kam die telefonisch herbeigerufene Feuerwehr zwar, doch die Floriani- Jünger weigerten sich mit Hinweis auf die nicht bezahlte Gebühr, die Flammen zu löschen. Auch als die Cranicks anboten zu zahlen, was immer die Feuerwehrmänner verlangen würden, meinten diese nur, jetzt sei es zu spät, wurden nicht tätig und sahen zu, wie das Haus niederbrannte.
Erst als die Flammen auch auf das Feld eines Nachbarn überzugreifen drohten, griff die Feuerwehr schließlich doch ein, das Haus der Cranicks war aber nicht mehr zu retten. Freunde und Nachbarn der Familie bezeichneten das Verhalten der Feuerwehr als grausam und gefährlich, die Cranicks selbst machen den Feuerwehrmännern selbst keinen Vorwurf: „Die machen doch nur ihren Job und tun, was ihnen von der Behörde gesagt wird. Es ist nicht ihre Schuld.“
Für den Bürgermeister von South Fulton, David Crocker, ist die Sache mit der Gebühr ganz klar: „Für jeden, der nicht Bürger unserer Stadt ist, ist es ein Service, das wir anbieten. Entweder man nimmt es an, oder nicht.“ Ausnahmen gebe es aber dann im Brandfall keine, so Crocker.
