Medien / Fotografen

Deutschland: Übelriechender Einsatz -> Gülletank von Biogasanlage geplatzt

Neetze (Deutschland): Der Job stank den 80 Feuerwehrleuten am Abend des 19. Oktober 2010 ganz gewaltig, und das im Wortsinne: Im Neetzer Gewerbegebiet Ortsgarten war der Gülletank einer Biogasanlage aufgeplatzt.

Um andere Gebäude wie ein Trafo-Häuschen der E.ON Avancon zu schützen, ließ Gemeindebrandmeister Horst Holtmann seine Kameraden mit einem Radlader auf einer 2000 Quadratmeter großen Wiese Erdwälle aufschütten, darin müffelte ein Jauchesee. Mit Hilfe eines Lohnunternehmers, der mit Tankwagen gekommen war, pumpten die Helfer zudem Jauche aus dem Behälter ab, um sie dann in einen zweiten Riesenbottich umzuleiten. „In den Tank passen rund zwei Millionen Liter Jauche“, sagte Holtmann. Vermutlich sei die Hälfte der Masse ausgelaufen.

Laut Holtmann war aus ungeklärter Ursache in rund zwei Metern Höhe eine Platte des etwa zehn Meter hohen Behälters weggerissen. Die Anlage verfüge über ein automatisches Warnsystem, das habe gegen 18 Uhr einen Techniker der Firma über SMS über den Schaden informiert.

Eine Gefahr für Anwohner sah Holtmann nicht, es stinke nur übel. Das sei ähnlich, wie wenn Bauern ihre Felder düngen. Im Einsatz waren Feuerwehrleute aus Neetze, Süttorf, Thomasburg und Radenbeck.

Landeszeitung

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert