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Deutschland: Angst vor Gelbsucht: Freiwillige Wehr in Chemnitz fordert Impfungen

Chemnitz (Deutschland): Gefährdet die Stadt die Gesundheit der freiwilligen Feuerwehrleute? Während die Aktiven in der Berufsfeuerwehr vom Amtsarzt gegen Hepatitis geimpft werden, müssen sich die 330 freiwilligen Helfer in Chemnitz auf eigene Kosten um ihren Gesundheitsschutz kümmern.

Die Wehr in Grüna fordert jetzt eine vorbeugende Impfung ebenso aller freiwilligen Helfer gegen Gelbsucht.

Eine Forderung auch des Deutschen Feuerwehrverbandes – doch bisher übernimmt die Stadt die Impfungen nicht für Freiwillige. Ungerecht, findet Grünas Wehrleiter Mathias May (51): „Bei Unfällen kommen wir mit Körperflüssigkeiten in Berührung, bei Hochwasser steigen wir in Keller, in denen Fäkalien schwimmen – wir sind in ständiger Gefahr, bei Einsätzen krank zu werden.“

200 Aktive der Berufsfeuerwehr werden von der Stadt gegen Hepatitis A und B geimpft, auch THW, DRK und ASB bekommen die kostenlose Spritze. Die freiwilligen Wehren nicht. Eigenvorsorge sei vielen Helfern zu teuer – immerhin kos-tet ein kompletter Hepatitisschutz 50 bis 100 Euro.

CDU-MdL Peter Patt (47) unterstützt die Freiwilligen: „Ich suche eine Krankenkasse, die eine Impfung der Feuerwehrleute sponsert. Ansons-ten schlage ich einen Runden Tisch bei der Stadt vor, um über Gesundheitsvorsorge und Gefahren zu diskutieren.“

Diese Runde würde Abteilungsleiter Steffen Süß (51) von der Berufsfeuerwehr unterstützen: „Über Hepatitisimpfung für alle kann man nachdenken. Nur: Das kostet vielleicht 20.000 Euro. Wer soll das bezahlen?“

Sz online

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