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Deutschland: 2 Stunden gefangen – Feuerwehr rettet Dekorateure aus großer Höhe

Braunschweig (Deutschland): Hubarbeitsbühne fuhr mitten in der Nacht nicht mehr runter – Frau und Mann schmückten Weihnachtsbaum.

Gefangen in acht Metern Höhe bei eisiger Kälte – ein Albtraum! In der Nacht zum 24. November 2010 passierte dies einer Frau und einem Mann, die einen Weihnachtsbaum in der Innenstadt schmückten. Die Feuerwehr musste beide per Drehleiter aus ihrer misslichen Lage befreien. Lagedienstführer Christoph Schwanke sprach am Vormittag von einem sehr ungewöhnlichen Einsatz der Brandschützer von 2.08 Uhr bis 2.38 Uhr.

Nach Darstellung der Feuerwehr waren die beiden Dekorateure damit beschäftigt, die Tanne eines Bekleidungsgeschäfts weihnachtlich mit Lichtern zu schmücken. Um in acht Metern Höhe arbeiten zu können, befanden sich die Frau und der Mann im Korb einer Hubarbeitsbühne. Dann geschah das Unfassbare: Die Bühne ließ sich nicht mehr zurück auf den Boden fahren – offenbar auch nicht im Notbetrieb, wie sich nach Dutzenden von Versuchen herausstellte. Und auch die Reparaturversuche eines in der Fußgängerzone gebliebenen Mitarbeiters schlugen fehl.

Als die Feuerwehr die Dekorateure mit der Drehleiter rettete, hatten diese bereits zwei Stunden in luftiger Höhe und eisiger Kälte ausgeharrt. Auf Anfrage berichtete Meteorologin Corina Schube von der Außenstelle Völkenrode des Deutschen Wetterdienstes, dass es in der Nacht bis zu minus 2 Grad kalt war.

„Es geht beiden Dekorateuren aber gut“, sagt Jörn Köhler. Der Braunschweiger hatte mit seinem Transportunternehmen den Aufbau des riesigen Baumes übernommen und sich die Hubarbeitsbühne für die Dekorateure bei einer anderen Firma geliehen.

Seinen Erkenntnissen zufolge sorgte ein technischer Defekt für den abrupten Ausfall des Geräts. „Ein Marder hat den Unterdruckschlauch durchgebissen“, mutmaßt Köhler und stellt erleichtert fest: „Wir alle können über den Vorfall inzwischen lachen.“

Das war im vergangenen Jahr anders. Da stürzte nach Angaben des Transportunternehmers ein unvorsichtiger Dekorateur beim Schmücken eines Baumes genau an dieser Stelle rund acht Meter in die Tiefe und verletzte sich schwer. Dem Mann gehe es inzwischen aber wieder gut.

So gut wie den beiden Dekorateuren. Köhler wollte sich noch gestern abend mit ihnen auf dem Weihnachtsmarkt treffen, um einen wärmenden Glühwein zu trinken.

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