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Salzburgs Feuerwehrleute kämpfen um freiwillige Helfer

Salzburg: Die freiwillige Feuerwehr hat Nachwuchssorgen – und will jetzt gegensteuern. Die Salzburger gehören bei ehrenamtlicher Arbeit zu den Schlusslichtern.

Fast jeder zweite Österreicher engagiert sich ehrenamtlich – ein Spitzenwert in Europa, wo der Durchschnitt bei etwa 23 Prozent liegt. Jedoch: Salzburg ist nicht gerade ein Vorzeigeland der unentgeltlichen Arbeit – zu diesem Schluss kommt sowohl eine Studie der Fachhochschule Puch-Urstein wie auch der Freiwilligenbericht des Sozialministeriums aus dem Jahr 2009. Demnach liegt das Land auf dem vorletzten Platz, nur die Wiener sind noch weniger engagiert.

Besondere Probleme habe in Salzburg die Feuerwehrjugend, berichtet Landesfeuerwehrkommandant Leo Winter. Er stellt aber fest, dass dies an der Bevölkerungsentwicklung liege: Derzeit kämen eben die geburtenschwachen Jahrgänge in das feuerwehrfähige Alter. Die Folge: Zwischen 2008 und 2009 sank die Zahl der Jungen um zehn Prozent und dürfte weiter fallen – falls man nicht gegensteuert. Genau das hat der Landesfeuerwehrverband jetzt vor. Wie Werbekampagnen funktionieren, macht das Rote Kreuz vor: Die Aktion „Wir haben die passende Jacke für dich“ hat der Hilfsorganisation bereits 300 zusätzliche Helfer gebracht, weit mehr als erwartet.

Zukunftsforscher Reinhold Popp macht mehrere Vorschläge, um das Ehrenamt dauerhaft zu sichern: Die Betriebe müssten ihren Mitarbeitern freiwillige Dienste besser ermöglichen und sie mehr unterstützen; der Erlebnischarakter dieser Arbeit gehöre ausgebaut; Fahrspesen und anderes solle unbürokratisch ersetzt werden.

Die Caritas eröffnet nun auch in den Gebirgsgauen sogenannte „Freiwilligenzentren“ – dort werden Interessierte an die für sie richtige Organisation vermittelt.

Salzburger Nachrichten

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