Deutschland: Vierköpfige Familie bei Hausbrand getötet
Rückeroth (Deutschland): In einem Haus in der Nähe des Westerwaldes ist es am Vormittag des 18. Februar 2011 zu einem schrecklichen Brand gekommen. Es könnte sich um ein Familiendrama handeln.
Nach dem Ausbruch eines Brandes in einem Einfamilienhaus in Rückeroth (Westerwaldkreis) ist das Schicksal der dort wohnenden Familie noch unklar. Das Haus in Rückeroth brennt lichterloh. Die Feuerwehr vermutet die vierköpfige Familie immer noch in dem Gebäude. „Man muss aber mit dem Schlimmsten rechnen“, sagte ein Polizeisprecher in Montabaur. Durch ein Fenster sei im Gebäude ein Mensch auf dem Boden liegend gesichtet worden, hieß es vom Polizeipräsidium Koblenz. Es könne aber derzeit nicht bestätigt werden, dass es sich um eine Leiche handele.
Da das Haus voll in Flammen stehe, sei es für die Rettungskräfte schwierig, ins Innere zu gelangen. Bei dem Anwesen handelt es sich um einen unverputzten Neubau. Man wisse nicht, ob sich die Eltern mit ihren zwei Kindern noch im Haus befinden, sagte der Polizeisprecher in Montabaur.
Nachforschungen hätten zumindest ergeben, dass die Kinder nicht in der Schule und die Eltern nicht zur Arbeit erschienen sind. Nach ersten Erkenntnissen sind die Kinder 10 und 14 Jahre alt. Mehrere Feuerwehren sind im Einsatz. Nach SWR-Informationen hatten Anwohner am Morgen eine Explosion gehört, im Keller des Hauses sollen mehrere Kanister entdeckt worden sein. Die Polizei bestätigte diese Informationen zunächst nicht. Ein Sprecher sagte lediglich, der Vater der Familie habe an einer Tankstelle gearbeitet. Verkehrsteilnehmer hatten am Morgen den Brand bemerkt und die Feuerwehr alarmiert.
UPDATE: Alle vier Familienmitglieder tot:
Nach stundenlangen Löscharbeiten entdeckte die Feuerwehr die Leichen in dem Einfamilienhaus, teilte die Polizei mit. Mit hoher Wahrscheinlichkeit handele es sich um den 53-jährigen Vater, die 44 Jahre alte Mutter sowie die Tochter (14) und den Sohn (10). Das Feuer war am Morgen aus zunächst unbekannter Ursache ausgebrochen. Über Stunden war das Schicksal der Familie ungewiss. Der Brand war am frühen Nachmittag weitgehend gelöscht, es gab nur noch Glutnester. Im Einsatz waren mehr als 60 Feuerwehrleute. Die Polizei ermittelt wegen der Brandursache.
