Deutschland: Fensterputzer in Berlin aus luftiger Höhe gerettet
Berlin (Deutschland): Drei Stunden war er gefangen zwischen Himmel und Erde. Weil die Gondel eines Fensterputzers in der Torstraße (Mitte) stecken blieb, musste die Höhenrettung der Feuerwehr am 23. März 2011 anrücken.
Gegen 7 Uhr war der Mann am Mittwoch in seinen metallischen Korb gestiegen, um im Atrium eines Geschäftshauses die Glasfassade zu säubern. Doch vor dem 5. Stock ging plötzlich nichts mehr. Rund zwei Stunden versuchte der Fensterputzer zusammen mit seinen Kollegen, den Gondelmechanismus wieder zum Laufen zu bringen. Ohne Erfolg. Er war gefangen in der einen halben Quadratmeter großen Box, 15 Meter über dem Boden. Um 9 Uhr mussten die Männer von der Wischtruppe einsehen, dass sie ihren Kollegen nicht allein befreien konnten. Sie alarmierten die Feuerwehr.
Mit einem Löschfahrzeug, den Höhenrettern und einem Krankenwagen rücken die Helfer an. Aus der 6. Etage ließen sie schließlich ein Seil herunter, mit dem sich der Arbeiter absichern konnte. Dann rettete er sich mit einem beherzten Sprung in den 5. Stock. Eine saubere Sache: Um 9.50 Uhr war der Mann in Sicherheit! Endlich. Was genau der Grund für den Defekt der Gondel war, ist noch unklar. Für die Dauer des ungewöhnlichen Feuerwehreinsatzes, an dem insgesamt 14 Retter beteiligt waren, musste die Polizei eine Fahrbahn der Torstraße sperren.
