Stmk: Schweres Unwetter über dem Bezirk Murau -> Katastrophenalarm ausgelöst

Bezirk Murau (Stmk): Ein schweres Gewitter mit wolkenbruchartigen Regenfällen in Hinteregg und Schöttl ließ zwei Bäche am Donnerstag, 7. Juli, 2011 zur reissenden Flüssen ansteigen.
Innerhalb kürzester Zeit waren Winklern, Mainhartsdorf und das Stadtgebiet von Oberwölz bis zu 2 Meter Höhe überschwemmt. Vorerst waren sechs Feuerwehren mit 67 Mann im Einsatz, die nur machtlos zusehen konnten wie das Wasser sich ausbreitete und das gesamte Wölzertal verwüstete.


Bewohner von Oberwölz konnten sich an ein derartiges Hochwasser nicht erinnern, ebenso in Niederwölz. In Schiltern mußte eine Frau vom Haubschrauber aus ihrem Wohnhaus gerettet werden.

Die beiden Bäche stiegen derart schnell an, dass sogar Autofahrer überrascht wurden. In Pachern konnte ein Besitzer in letzter Sekunde seine Schafe vor den Fluten retten. Der Schöttlgraben ist auf dem Landweg derzeit nicht erreichbar. Das gesamte Wölzertal wurde zum Katastrophengebiet erklärt.


Die Feuerwehren des Bezirkes Murau begannen noch in den Abendstunden mit den Aufräumarbeiten. Bei einem Sägewerk im Gemeindegebiet Oberwölz-Umgebung hat der reissende Wölzerbach an die 3.000 fm Holz mitgerissen, was in Folge zu einer großflächigen Verklausung führte.

Landesfeuerwehrverband Steiermark
Informations-Update, 08. Juli 2011:
Bis drei Uhr morgens haben die Feuerwehren des Bezirkes Murau in Oberwölz und Niederwölz nach dem katastrophalen Hochwasser Aufräumarbeiten durchgeführt, danach wurde der Einsatz vorerst eingestellt, um den Einsatzkräften eine kurze Erholung zu gönnen.

In den Morgenstunden werden die Arbeiten wiederaufgenommen. Es wird aber noch Tage dauern, so die ersten Schätzungen, bis man die vom Unwetter und Hochwasser in Mitleidenschaft gezogenen Häuser wieder völlig ausgepumpt und vom Schlamm gesäubert hat. Die betroffenen Hausbesitzer waren/sind der Verzweiflung nahe und mussten vom Kriseninterventionsteam betreut werden.

Insgesamt wurden von den Feuerwehren acht Personen vor dem Hochwasser gerettet, in Schiltern musste eine Hausbesitzern vom Haubschrauber gerettet werden, am Campingplatz in Oberwölz konnte eine Familie aus ihrem Auto, wo sie vor dem Regen Zuflucht gesucht haben, gerade noch geborgen werden.

Vier Lkw waren mehrere Stunden damit beschäftigt, das Holz, das in Niederwölz bei der Wölzerbachbrücke angeschwemmt wurde, zu beseitigen.

Landesrat Dr. Gerhard Kurzmann besichtigte noch in den Nachtstunden die beiden Katastrophenorte.

