Bayern: Mehr als 20 Verletzte bei Brand in Münchner Hochhaus

München (Bayern): In einem neungeschossigen Wohnhaus wurden bei einem Brand in einem Münchner Hochhaus am Nachmittag des 18. September 2011 25 Personen verletzt. Das Feuer brach in einer ca. 100 m² großen Wohnung im 4. Stock aus.
Die Flammen breiteten sich durch die geborstenen Fensterscheiben auch auf die Wärmedämmung der Fassade aus. Eine Brandausbreitung auf die darüber liegende Wohnung konnte durch die Feuerwehr verhindert werden. Aufgrund der abgebrannten Wohnungseingangstüre herrschte im Treppenraum eine extrem starke Rauchentwicklung. Den Bewohnern über dem 4. Stock war dadurch der Fluchtweg nach unten abgeschnitten.

Mit Hilfe von Drehleitern wurden 12 Personen und ein Hund aus den oberen Etagen gerettet. Weitere Hausbewohner wurden durch Einsatzkräfte von Berufsfeuerwehr und Freiwilliger Feuerwehr mit Fluchthauben durch den verrauchten Treppenraum ins Freie geführt. 25 Personen erlitten Rauchgasvergiftungen und wurden durch Notärzte und den Rettungsdienst vor Ort versorgt.
10 Erwachsene und vier Kinder mussten zur Behandlung in Krankenhäuser gebracht werden. Durch massive Brandeinwirkung platzte eine Wasserleitung in der Brandwohnung. Auslaufendes Wasser führte im Treppenraum und in darunter liegenden Wohnungen zu Wasserschäden. Die Wohnung im 4. Stock brannte fast komplett aus. Der Schaden liegt nach ersten Schätzungen bei etwa 200.000 Euro.
