Nö: Großbrand in Entsorgungsbetrieb für Alt-Speisöle in Deutsch-Wagram

Deutsch-Wagram (Nö): Am 11.Oktober 2011 wurde die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Gänserndorf in den Nachmittagsstunden zur Hilfeleistung bei einem Brandeinsatz in einem Gewerbebetrieb in Deutsch Wagram alarmiert.
Bereits auf der Anfahrt konnte man eine große Rauchwolke erkennen. Bei dem Einsatzobjekt handelte es sich um eine Entsorgungsfirma für Alt-Speiseöle, wodurch sich der Brand relativ rasch ausbreitete. Bei der Ankunft der Gänserndorfer Einsatzkräfte wurde diesen der Einsatzbereich im hinteren Teil des Gebäudes zugewiesen. Gemeinsam mit der Teleskopmastbühne Deutsch Wagram und der Drehleiter Gänserndorf, welche vom Tank1 Gänserndorf gespeist wurde, konnte mit den Wenderohren die Brandbekämpfung durchgeführt werden.

Aufgrund von direkt neben der Halle befindlichen vier Silos mit unbekanntem Inhalt, welche durch die Flammen zeitweise direkt beaufschlagt wurden, waren die Löscharbeiten nicht ganz ungefährlich. Erst zu einem späteren Zeitpunkt wurde Rapsöl als Inhalt bekanntgegeben. Parallel wurde von der Betriebsfeuerwehr OMV ein Schaumangriff mit ca. 4.000 Liter Schaum vorbereitet, der jedoch aufgrund des Löscherfolges durch die massive Wasserbeaufschlagung nicht mehr zum Einsatz kam.

Die große Menge mit Öl vermischtes Löschwasser, welches sich auf dem Areal Zentimeter hoch ansammelte, wurde von Saugfahrzeugen einer Spezialfirma abgesaugt. Die Feuerwehren Deutsch Wagram und Strasshof verblieben bis in die frühen Morgenstunden noch als Brandwache vor Ort.
Bei diesem Einsatz waren 16 Feuerwehren aus den Bezirken Gänserndorf, Mistelbach und Wien Umgebung mehrere Stunden im Einsatz.
ORF-BEITRÄGE:
In Deutsch-Wagram (Bezirk Gänserndorf) brennt seit dem Nachmittag des 11. Oktober 2011 eine Sondermülldeponie und sorgt für einen Großeinsatz der Feuerwehr. In der Deponie sind Altöle und Speisefette gelagert. Das Feuer droht auf einen Wald überzugreifen.
Zwischen 15.00 und 16.00 Uhr wurden die Einsatzkräfte im Bezirk Gänserndorf alarmiert. Wegen der starken Rauchentwicklung in der Region sind bereits mehrere Häuser evakuiert worden.
150 Meter hohe Rauchwolke: Die Rauchsäule soll laut Feuerwehr bis zu 150 Meter hoch sein. Noch ist unklar, ob es Verletzte gibt. Derzeit versuchen etwa 200 Feuerwehrleute den Großbrand in der Lagerhalle, wo Altöl und Speisefette gelagert sind, zu löschen. Die Brandursache ist momentan noch völlig unklar. Das Feuer droht auf einen nahe gelegenen Wald und einen Gewerbebetrieb überzugreifen.

Update per 20.11 Uhr: (ORF)
Der Großbrand einer Lagerhalle in Deutsch Wagram (Bezirk Gänserndorf) ist unter Kontrolle. Dienstagnachmittag war das Feuer in einer Halle ausgebrochen, in der rund zehn bis zwanzigtausend Liter Altöl und Speisefette gelagert waren.
Der Einsatz war für die Feuerwehren durch die enorme Hitzeentwicklung besonders schwierig, sagte Bezirksfeuerkommandant Georg Schicker. Die ca. 3000 Quadratmeter große Halle stand binnen kürzester Zeit in Vollbrand. Das Feuer drohte auf einen nahe gelegenen Wald und einen Gewerbebetrieb überzugreifen.Zudem stand in unmittelbarer Nähe der Lagehalle ein Öltank, er konnte aber von den Einsatzkräften gekühlt werden. Die Anrainer wurden wegen der starken Rauchgasentwicklung aufgefordert Fenster und Türen zu schließen und in ihren Häusern zu bleiben. Zwei Stunden nach Ausbruch des Feuers war der Brand unter Kontrolle. Verletzt wurde entgegen ersten Meldungen niemand. Die Brandursache ist noch unklar.

Update per 07.50 Uhr, 12. Oktober (ORF):
Großbrand: 1.000.000 Euro Schaden
Ein Großbrand in einer Lagerhalle in Deutsch Wagram hat bis in die Nachtstunden etwa 150 Einsatzkräfte in Atem gehalten. Mittlerweile konnte Brand Aus gegeben werden. Der Schaden beträgt laut Polizei eine Million Euro.
In Deutsch-Wagram (Bezirk Gänserndorf) ist am Dienstag gegen 16.00 Uhr bei einer Speisefett-Firma ein Brand ausgebrochen, der den stundenlangen Einsatz erforderte. In Flammen stand eine 2.000 Quadratmeter große Lagerhalle, in der sich Altspeisefette befanden – kein fossiles Öl, wie NÖ Feuerwehrsprecher Franz Resperger betonte. Die Rauchentwicklung war sehr stark, aber auch der Wind, was den Einsatzkräften zu Gute kam, da die Rauchgase dadurch verteilt wurden, sagt Bezirksfeuerwehrkommandant Georg Schicker. „Es war das Ausmaß sehr intensiv auch für die Feuerwehrleute, war das bestimmt ein sehr großes und intensives Ereignis.“
Den 150 Einsatzkräften ist es rasch gelungen das Feuer unter Kontrolle zu bringen, verletzt wurde niemand. Ein Übergreifen der Flammen auf angrenzende Areale konnte verhindert werden. „Es konnte also hier an einer Brandwand zum Büro der Brand gehalten werden, die Lagerhalle ist aber komplett ausgebrannt.“
Das Feuer hatte eine riesige schwarze Rauchsäule produziert, die weithin im Marchfeld bis in die Bundeshauptstadt zu sehen war. Deshalb seien auch bei der Wiener Berufsfeuerwehr einige Anrufe eingegangen.
Im Lauf der Löscharbeiten wurde entschieden, das Feuer mit Hilfe von 4.500 Litern Schaum der OMV-Betriebsfeuerwehr Gänserndorf zu ersticken. Das Mittel musste aber nicht mehr eingesetzt werden, weil kurz vor dem geplanten Angriff das Gebäude zusammenbrach, wodurch die Flammen weitgehend eingedämmt wurden.
Der Schaden beträgt laut Polizei etwa eine Million Euro. Die Brandermittlungen sind bereits angelaufen, die Ursache ist nach wie vor unklar.
