Wien: Mehr als zwei Dutzend Verletzte bei Brand in Wiener Kolpinghaus
Wien, Favoriten: Zu einem folgenschweren Brand ist es gestern spätabends, den 15. Oktober 2011, im Kolpinghaus in Wien-Favoriten gekommen.
Aus noch ungeklärten Umständen brach in einem Stockwerk ein Feuer aus, 20 bis 25 Personen wurden verletzt, mehrere davon schwer.
Nach Angaben der Polizei-Pressestelle konnte der Brand von der Feuerwehr kurz vor Mitternacht bis auf einige Glutnester unter Kontrolle gebracht werden, die Ursache für das Feuer ist noch ungeklärt. Die Favoritenstraße wurde um den Brandort gesperrt, zahlreiche Feuerwehr-, Polizei- und Rettungsfahrzeuge waren im Einsatz.
Nach Polizeiangaben handelt es sich bei den meisten Verletzten um Opfer von Rauchgasvergiftungen, zwei erlitten allerdings auch Verbrennungen.
Das Kolpinghaus an der Ecke Favoritenstraße/Maria-Rekker-Gasse beherbergt unter dem Motto „gemeinsam leben“ nicht nur über 200 großteils pflegebedürftige ältere Menschen, sondern auch zahlreiche allein erziehende Mütter mit ihren Kindern, die aufgrund verschiedener Notlagen vorübergehend Unterkunft und Betreuung benötigen.
Bericht der Wiener Berufsfeuerwehr:
Aus bisher ungeklärter Ursache kam es in einem Patientenzimmer im 5. Obergeschoß zu einem Zimmervollbrand. Aufgrund der baulichen Gegebenheiten konnte sich der aus dem Zimmer austretenende Brandrauch sehr rasch im 5. und 6. Obergeschoß ausbreiten und gefährdetet so die anwesenden Heimbewohner.

Nach dem Eintreffen der Feuerwehr wurde unverzüglich mit der partiellen Evakuierung (teilweise über die Drehleiter und über das Stiegenhaus) der Heimbewohner begonnen, zeitgleich wurde der Zimmerbrand unter Atemschutz bekämpft. Durch den intensiven Personaleinsatz (die Feuerwehr war mit 80 Mann vor Ort) stellte sich der Löscherfolg rasch ein und auch die verletzten Personen konnten gemeinsam mit den Mitarbeitern des Rettungsdienstes ehestmöglich in Sicherheit gebracht werden. Insgesamt wurden 14 verletzte Personen in die umliegende Spitäler gebracht, weitere 16 nur leicht verletzte Personen wurden vom Rettungsdienst vor Ort behandelt.
