Deutschland: Alarm! Neue Autos zu groß für Feuerwachen!
Bonn (D): Alarm bei der Bonner Feuerwehr! Aber nicht, weil es brennt. Sondern weil viele nagelneue flammend-rote Feuerwehrfahrzeuge für einige Wachen in der Stadt zu einem teuren Problem werden.
Sie heißen „LF10“ oder „AB Gefahrgut“ – und sind der ganze Stolz der freiwilligen Feuerwehren in Bonn. Außerdem sind die neuen Fahrzeuge ganz schön groß. Doch genau das ist der „kasus knacktus“. Die Fahrzeuge, die teils für 210.000 Euro pro Stück angeschafft wurden, passen nicht durch die Tore der meisten Feuerwachen. Heißt: Demnächst wird in Bad Godesberg umgerüstet. Kosten für die zwei Tore dort: 40.000 Euro. Später ist dann Holzlar dran. Dort geht es um drei Tore. Geschätzte Kosten: rund 60.000 Euro. Glücklich sind die Duisdorfer: Dort wurden die vier Tore schon erneuert – für schlappe 190.000 Euro. Denn da musste auch noch kräftig an der Statik für die Einfahrten gearbeitet werden. Hunderttausend Euro, weil die Feuerwehrautos nicht durch die Tür passen: Hat da jemand gepennt? „Nein“, so Elke Palm vom Presseamt. „Feuerwehrfahrzeuge werden inzwischen als Aufbauten auf normalen Lkw-Fahrgestellen hergestellt, sind deshalb größer.“ Die Tore der Feuerwachen seien auf 3,50 Meter ausgelegt – doch die Hersteller der neuen Fahrzeuge legten eine Brückenhöhe von vier Metern zugrunde. CDU-Fraktionsgeschäftsführer Georg Fenninger ist sauer: „Fahrzeuge, die nicht durch Tore passen – das ist schon ein merkwürdiger Vorgang.“ Es sei ein Unding, dass solche Folgekosten – vor allem angesichts der angespannten Haushaltslage – nicht vorher überdacht würden. Und da wär auch noch die Sache mit der Höhe. Fenninger hat Infos, dass die Fahrzeuge nur deshalb so groß ausgefallen sind, weil es unbedingt Allradfahrzeuge sein sollten. Der Politiker frotzelt: „Wir haben hier ja auch so hohe Berge.“
