Oö: Jugendliche stürzten mit Auto in See
Gosau (Oö): Fünf junge Männer im Alter von 17 und 25 Jahren sind in der Nacht auf Sonntag, 2. September 2012, in Gosau (Bezirk Gmunden) mit ihrem Auto in einen Stausee gestürzt. Sie konnten sich selbst aus dem Wagen befreien.
Der Wagen mit den Insassen aus Bad Ischl und Bad Goisern kam in einer Rechtskurve von der Pass Gschütt Straße (B166) ab. Er touchierte die Leitschiene, durchstieß einen Holzzaun und landet nach rund 50 Metern in dem Stausee.
Fenster mit Ellenbogen eingeschlagen
Einer der Mitfahrenden, Lukas Weber, schilderte die dramatischen Augenblicke. „Ich bin in der Mitte gesessen und ich habe am Anfang Panik bekommen, weil das Wasser gleich hineingekommen ist. Der links neben mir hinten hat das Fenster mit dem Ellenbogen eingeschlagen. Er konnte hinaus und ich bin ihm nach. Der rechts von mir konnte das Fenster noch hinunterkurbeln und konnte auch gleich hinaus.“ Letztlich konnten sich alle fünf rechtzeitig in Sicherheit bringen. Für Friedrich Posch von der Feuerwehr Gosau ist der Ausgang des Unfalls ein kleines Wunder.
Großes Glück für Insassen
„Das Wasser im Gosaubach hat derzeit sieben Grad. Wir haben den Leuten Decken gegeben und sie ins Feuerwehrauto gesetzt. Der Gemeindearzt hat sie dann betreut. Sie waren alle ansprechbar. Und sie haben alle Glück gehabt, dass sie schlanke Burschen waren, die alle aus dem Heckfenster heraustauchen konnten und ans Ufer schwimmen konnten. Es wäre unvorstellbar gewesen, wenn das nicht gelungen wäre. Der Pkw war etwa eineinhalb Meter unter Wasser“, so Posch. Die fünf Jugendlichen kamen mit Prellungen davon. Lenker des Autos war ein 17-jähriger Probeführerscheinbesitzer aus Bad Ischl (Bezirk Gmunden). Fahrzeug musste von Tauchern der Feuerwehr Traunkirchen geborgen werden. Der Pkw war nicht zu Verkehr zugelassen, hatte jedoch ein Probefahrtskennzeichen montiert.
