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Burgendland sucht Feuerwehrtaucher-Nachwuchs

Burgenland: So wie andere Freiwilligen-Organisationen plagen auch den Tauchdienst der burgenländischen Feuerwehr Nachwuchssorgen. Verschärft werden die Probleme bei den Feuerwehrtauchern durch die hohen Anforderungen.

„In allen anderen Bereichen der Feuerwehr kann man ja fast nicht durchfallen, wir haben mit 60 Prozent eine sehr hohe Ausfallquote“, erklärt Andreas Szemeliker vom Tauchdienst Burgenland, selbst aktiver Taucher der Feuerwehr Wulkaprodersdorf (Bezirk Eisenstadt-Umgebung).

Die Bewerber würden oft mit falschen Vorstellungen kommen. „Viele glauben, sie können bei uns gratis den Tauchschein machen und nebenbei ein bisserl für die Feuerwehr tauchen“, meint Szemeliker. Die Realität schaut dann anders aus: „Wir müssen ins Wasser, wenn es finster ist, wenn es kalt ist und natürlich auch im Winter.“ Außerdem sei die psychische Belastung enorm. „Wir sind ein Sonderdienst, der nur Bergungen durchführt. Wir suchen keinen lebenden Vermissten, sondern Leichen“, betont der Wulkaprodersdorfer, „und das muss man aushalten können.“

Dennoch rührt Szemeliker die Werbetrommel für den Tauchdienst: „Wir sind ein tolles Team, das optimal arbeitet und überregional bestens kooperiert.“ Derzeit gibt es im Burgenland 28 aktive Feuerwehrtaucher. „Leider keine einzige Frau“, bedauert man und hofft, dass sich weiblicher Nachwuchs bewirbt.

Der Tauchdienst absolviert im Burgenland pro Jahr vier bis sechs Einsätze, wobei eine Personensuche einige Tage dauern kann. „In den Gewässern im Burgenland ist es so, dass die Sichtweite maximal einen halben Meter beträgt, im Neusiedler See bis zum Brillenrand“, erläutert Szemeliker. Bei etwa der Hälfte der Einsätze gehe es um die Bergung von Leichen, die andere Hälfte seien technische Einsätze. So arbeitet der Tauchdienst eng mit dem Entminungsdienst der Polizei zusammen, wenn Bomben entdeckt werden.

Kurier

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