Vbg: Freispruch für jungen Feuerwehrmann nach Brandstiftung
Feldkirch (Vbg): Ein 16-jähriger Feuerwehrmann hat sich am Montag, 19. November 2012, am Landesgericht Feldkirch wegen versuchter Brandstiftung verantworten müssen.
Laut Staatsanwaltschaft hat der Jugendliche im Sommer im Stall eines Bekannten Feuer gelegt. Er wollte einmal im Leben einen Brand melden und als erster Feuerwehrmann vor Ort sein, lautete der Vorwurf. Der Jugendliche bestritt, den Brand gelegt zu haben. Der Jugendliche erzählte der Richterin immer wieder dasselbe: Vom Balkon seiner Eltern aus habe er Rauchentwicklung gesehen, als er kurz davor beim Stall gewesen sei, habe er aber nichts bemerkt. Erst als er nachher mit dem Fernglas nachgeschaut habe, habe er einen Brand vermutet.
Im Zweifel freigesprochen
Er sei mit dem Moped zu dem Stall gefahren, habe seine Mutter angerufen und ihr gesagt, sie solle sofort die Feuerwehr anrufen, der Stall brenne. Er selbst fuhr zur Feuerwehr und half seinen Kollegen, zum Brandort zu finden. Von der Polizei vorgelegte Bilder sollten belegen, dass die Version des jungen Mannes falsch sei. Richterin Melanie Kuhn sprach den jungen Mann aber im Zweifel frei. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.
