Deutschland: Kampfmittelfund und Gasaustritt aus Hochdruckleitung in Hamburg
Hamburg (Deutschland): Ein Kampfmittelfund sowie ein Gasaustritt stellten die zwei wesentlichsten Einsätze der Feuerwehr Hamburg am 6. Dezember 2012 dar.
Kampfmittelfund: Bei Taucharbeiten durch eine private Taucherfirma wurde im Hafenbecken ein verdächtiger Gegenstand gefunden. Nach Beurteilung der Lage durch die Experten des Kampfmittelräumdienstes wurde ein Tauchgang des Kampfmittelräumdienstes zur Identifikation des Objektes notwendig. Es handelte sich um eine 10,5cm Sprenggranate, welche vor Ort gesprengt werden musste. Nachdem ein Boot zu Wasser gelassen war wurde der Fund verholt und kontrolliert gegen 15:30 Uhr gesprengt. Evakuierungen waren nicht notwendig.
Leckage in Hochdruck-Gasleitung: Bei Bauarbeiten wurde mit einem Bohrgerät eine Hochdruck-Gasleitung getroffen. Hierdurch strömte Gas mit hohem Druck in unmittelbarer Nähe einer Bahnbrücke aus. Die Feuerwehr veranlasste die Sperrung der Bahngleise Richtung Süden und der unmittelbaren Umgebung. Die Deichtorhallen mussten ebenfalls evakuiert werden. Neben fortwährenden Messungen durch die Einsatzkräfte kam auch das SIGIS II (Spezialgerät zur Überwachung des Luftraumes) zum Einsatz. Nachdem durch den Gasversorger E-On Hanse vorbereitende Maßnahmen zur Netzstabilität getroffen waren, konnte die betroffene Leitung gegen 19:30 Uhr abgeschiebert werden und der Gasaustritt gestoppt werden. Nach anschließender Freimessung der betroffenen Bereiche konnte die Einsatzstelle an den Betreiber übergeben werden.
