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Deutschland: Ammoniak-Alarm: Feuerwehr evakuierte Pflegeheim in Grande

Grande (Deutschland): Die Freiwilligen Feuerwehren Grande und Witzhave (Stormarn) sowie ein Erkundungsfahrzeug des Löschzug Gefahrgut (LZ-G) des Kreises Stormarn sind am Donnerstagmittag, 29. August 2013, zu einem Gefahrenstoffunfall in einer Pflege- und Betreuungseinrichtung nach Grande gerufen worden.

Gegen 13.00 Uhr waren Bedienstete der Einrichtung in einem Appartment im Dachgeschoß des Gebäudes auf einen „stechenden Geruch“ aufmerksam geworden. Sofort alarmierte die Heimleitung die Feuerwehr und brachte die Bewohner der im Dachgeschoß gelegenen Zimmer in Sicherheit. Als die Feuerwehren aus Grande und Witzhave am Ort eintrafen, war das Dachgeschoß vollständig geräumt. Da aber bereits Ammoniakgeruch im gesamten Gebäude wahrnehmbar war, ließ Einsatzleiter Jörg Reinhardt (Wehrführer Witzhave) sofort auch das Unter- und Obergeschoß räumen.

Ammoniak ist ein stark stechend riechendes, farbloses und giftiges Gas, das zu Tränen reizt und erstickend wirkt. Während Pflegepersonal, Feuerwehrkräfte und Rettungsassistenten die 27 Bewohner der Einrichtung im Alter zwischen 48 und 98 Jahren ins Freie brachten und im Garten betreuten, wurden zunächst die Räumlichkeiten im Dachgeschoß von einem Trupp unter Atemschutz erkundet und die Schadstoffkonzentration gemessen. „Im gesamten Gebäude stellten wir negative Werte fest, konnten aber trotz intensiver Suche die Ursache dafür nicht finden“, sagte Reinhardt und ließ ein Fahrzeug des LZ-G mit spezieller und hochsensibler Messtechnik an Bord nachalarmieren. Bei einer nochmaligen Erkundung stellten die Helfer dann schließlich fest, dass ein Leck im Kältemittelkreis eines Kühlschranks in einem Apartment im Dachgeschoß des Wohnheimes für den Austritt des Ammoniaks ursächlich war. Nachdem die Kräfte den defekten Kühlschrank geborgen und ins Freie verbracht hatten, wurde das Gebäude belüftet. Gegen 14.45 Uhr konnten alle Betroffenen ihre Zimmer und Apartments wieder betreten.

Verletzt wurde niemand. Es entstand geringer Sachschaden. Antje Rosemann von der Pflegedienstleitung der Einrichtung bedankte sich nach dem Einsatz bei den Kräften von Feuerwehr und Rettungsdienst für die schnelle und professionelle Hilfe.

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