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Australien: Löschflugzeug bei Buschbränden abgestürzt – Pilot tot

Sydney (Australien): Beim Absturz eines Löschflugzeugs im Einsatz gegen die Buschbrände in Australien ist der Pilot ums Leben gekommen. Er ist das zweite Opfer seit dem Ausbruch der verheerenden Feuer. Der 43-Jährige stürzte mit dem Flugzeug aus bisher ungeklärter Ursache rund 230 Kilometer südlich von Sydney ab.

Es ist eine Tragödie für die Gemeinschaft der Brandbekämpfer, aber vor allem für die Familie“, sagte der Chef der ländlichen Feuerwehr (RFS), Shane Fitzsimmons. Der Pilot hinterlässt eine Frau und drei kleine Kinder. Außer dem Piloten war niemand an Bord. Vergangene Woche war ein Mann, der sein Haus schützen wollte, an einem Herzinfarkt gestorben.

Flugzeug fing Feuer
Das Flugzeug ging in unwegsamem Terrain westlich von Ulladulla nieder und fing Feuer, was einen neuen Brand auslöste. Busch und Wälder sind mangels Regen seit Wochen ausgetrocknet und geraten beim kleinsten Funken in Brand.
Am Donnerstag, 24. Oktober 2013, loderten noch mehr als 70 Brände in der Region im Südosten des Kontinents. Obwohl die Temperaturen leicht zurückgingen, bleibe die Situation noch mindestens drei bis vier Tage lang höchst gefährlich, warnte die Feuerwehr.

Munition explodiert
Einen der größten Brände hatte die Armee bei einer Schießübung durch explodierende Munition ausgelöst. Generalleutnant Mark Binskin entschuldigte sich im Namen der Streitkräfte. „Aber wir sollten warten, bis die Polizei ihren Untersuchungsbericht vorlegt“, sagte er.
In den Buschbrand-Gebieten ist jetzt auch die Rettung verletzter Tiere angelaufen. Freiwillige Helfer suchen die abgebrannten Wälder westlich von Sydney nach verletzten Kängurus, Koalas und anderen kleinen Beuteltieren ab, wie die Tierschutzorganisation WIRES am Donnerstag mitteilte.

Opossums, Vögel und Wallabys
Die Hilfsbereitschaft sei „überwältigend“, sagte die Zoologin Anna Felton, die als freiwillige Wildtierpflegerin arbeitet. Sogar Menschen, deren Häuser niedergebrannt seien, hätten sich an der Rettungsaktion beteiligt. Zuletzt konnten ihren Angaben zufolge vor allem Opossums, Vögel und einige Wallabys geborgen werden.
Die Tierschützer fürchten, dass die meisten Wildtiere in den Brandgebieten die Feuer nicht überlebt haben. Bei den verheerenden Bränden im Bundesstaat Victoria im Jahr 2009, bei denen 173 Menschen ums Leben kamen, sollen auch mehr als eine Million Wildtiere getötet worden sein. Die überlebenden Tiere haben oft schwere Verletzungen, wie die Zoologin Felton sagte. Neben Brandwunden an Pfoten und Schnauzen leiden ihren Angaben zufolge die meisten Tiere unter Dehydrierung und Rauchgasvergiftungen.

Spezieller Rettungswagen
Nach Erste-Hilfe-Maßnahmen in einem speziellen Rettungswagen werden die Tiere zum Tierarzt gebracht, wie Felton berichtete. Danach werden sie oft von freiwilligen Pflegern, die jeweils auf eine bestimmte Tierart spezialisiert sind, mit nach Hause genommen. Dort werden sie teilweise monatelang gepflegt, bis sie wieder ausgewildert werden können.
Bei dem State Mine Brand sind westlich von Sydney mehr als 50.000 Hektar Buschland und mehrere Häuser abgebrannt. Auf die Armee könnten Kompensationsforderungen zukommen. Auf dem Schießplatz wären Gerätschaften zum Löschen bereit gestanden, doch sei der Einsatz schwierig gewesen, weil auf dem Gelände scharfe Munition gelegen sei.

Der Standard

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