D: 50 Verletzte nach Verkehrsunfall – Katastrophenschutzübung in Lauterbach
Lauterbach (Deutschland): Eine Großübung von Gefahrenabwehreinheiten des Vogelsbergkreises fand am Samstagmittag, 26.10.2013, in der Kreisstadt Lauterbach statt. Rund 100 Einsatzkräfte des Rettungsdienstes und medizinischen Katastrophenschutzes übten …
… die Versorgung von 50 Verletzten nach einem Verkehrsunfall. Für das Szenario wurde auf dem Parkplatz der Pfeifer Holz Lauterbach GmbH ein Frontalzusammenstoß zwischen einem Reisebus und einem Auto simuliert.

Die Rettungskräfte rückten mit über 30 Einsatzfahrzeugen zu der Übungsstelle an, darunter Rettungswagen, Krankentransportwagen und Gerätewagen. Am Übungsort warteten in den Unfallfahrzeugen insgesamt fünfzig Verletztenschauspieler von Notfalldarstellungsruppen des Jugendrotkreuzes, der Bergwachtjugend, der Jugendfeuerwehr Grebenhain und dem Bezirkslandfrauenverein Lauterbach auf ihre Rettung. Realistisch geschminkte Wunden, panische Schreie und absolutes Durcheinander zeigten sich bei dem Blick in den Reisebus. „Es war eine echte Herausforderung für die Rettungskräfte“, so Kreisbrandinspektor Werner Rinke. Das laut seinen Angaben wirklich realitätsnahe Szenario verlangte den Übungsteilnehmer sichtlich höchste Konzentration und Organisation ab. Die Einsatzleitung des Rettungsdienstes setzte daher den leitenden Notarzt Michael Buff und den organisatorischen Leiter des Rettungsdienstes Jürgen Schad ein, die das Szenario mit mehreren Einheitsführern bewältigten.

Behandlungsplätze, Patientenablagen und Betreuungseinrichtungen wurden in Zelten und Pavillons errichtet, während die dutzenden Verletzten erfasst wurden. Vom Schock bis zum Herzstillstand reichten die Verletzungsmuster der Mimen, so dass die Rettungskräfte grüne, gelbe und rote Tickets zur Reihenfolge der Behandlung einsetzten. Nach dieser Priorisierung wurden 12 Schwerverletzte und 22 Leichtverletzte gezählt. Erschwert zeigte sich die Rettung der fünf „Verletzten“ aus dem Auto, die allesamt in der Karosserie eingeklemmt waren. Mit hydraulischem Rettungsgerät mussten sie von Feuerwehrleuten befreit werden, die dazu auch das komplette Dach des Fahrzeugs abtrennten. Lauterbachs Stadtbrandinspektor Hans-Jürgen Schütz lobte dabei die gute Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und Rettungsdienst. „Das hat prima geklappt“, so Schütz. Und auch die Zusammenarbeit der übrigen Einheiten klappte nach Angaben von Übungsleiter Rolf Köhler einwandfrei. „Es lief wunderbar, jeder hatte seinen Aufgabenbereich“, so Köhler.

An der Übung beteiligt waren ein Löschzug der Feuerwehr Lauterbach, eine Einheit des Vogelsberger DRK-Rettungsdienstes, der Einsatzleitwagen 2 des Vogelsbergkreises, die Schnelleinsatzgruppen der DRK-Bereitschaften Alsfeld und Lauterbach, die Bergwacht Schotten, der erste Sanitätszug des Vogelsbergkreises mit dem DRK Grebenhain, DRK Lauterbach und DRK Lautertal, der zweite Sanitätszug des Vogelsbergkreises mit dem DRK Alsfeld, DRK Homberg und DRK Mücke, der erste Betreuungszug des Vogelsbergkreises mit dem DRK Romrod, DRK Mücke und DRK Alsfeld, der zweite Betreuungszug des Vogelsbergkreises mit dem DRK Niedermoos, DRK Schlitz und dem Malteser Hilfsdienst Herbstein sowie die Notfallseelsorge. Die Leitung der seit August geplanten Übung lag bei Bianca Muth, Uwe Lang und Rolf Köhler vom DRK Lauterbach sowie Gerhard Karl-Rollmann und Christoph Muth vom DRK Grebenhain.
