Mix

Sbg: Viele Wohnanlagen ohne Feuerwehrzufahrt

Salzburg: Viele ältere Wohnanlagen in der Stadt Salzburg haben keine Feuerwehrzufahrten. Sollte es dort brennen, erschwere das den Einsatzkräften ein rasches Vorankommen. Davor warnt jetzt der Chef der Salzburger Berufsfeuerwehr Eduard Schnöll.

Erst in der Nacht auf Freitag, 3. Jänner 2014, war das Fehlen einer Feuerwehrzufahrt einem Salzburger sogar zum Verhängnis geworden. Er kam bei einem Brand in einer Wohnanlage in Salzburg-Parsch ums Leben. Die Wohnanlage in der Joseph-Messner-Straße dürfte aus den 1960er Jahren stammen, die Feuerwehr konnte nicht direkt zum Brandherd vorfahren. 30 Mann der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr mussten den Löschangriff daher zu Fuß vornehmen.

Wertvolle Zeit geht oft verloren
In den 1960er-Jahren war die Feuerwehrzufahrt kein Thema: Wohnanlagen wurden ohne entsprechende Sicherheitsvorkehrung genehmigt. Wenn es heute aber in einer solchen Wohnanlage brennt, haben die Einsatzkräfte vor allem ein Problem, schildert Schnöll: „Das Erschwernis ist der Zeitverlust, weil man einfach keinen Schnellangriff machen kann.“
„Das ruft einen fürchterlichen Stress bei den Mitarbeitern hervor, wenn man weiß, dass eventuell noch ein Bewohner in dem Gebäude ist. Wir arbeiten immer wieder an uns, dass wir schneller werden und Sekunden einsparen. Und dann haben wir aber Zeitverluste, weil wir nicht hinkommen“, so Schnöll.

Feuerwehrzufahrten und Wege verbreitern
Schnöll appelliert an Wohngesellschaften hier nachzurüsten, „dass man im Bereich der Feuerwehrzufahrten etwas macht. Das heißt, dass man Wege verbreitert, Bäume und Sträucher eventuell entfernt damit die Einsatzfahrzeuge vorbeikommen, aber nicht die Anrainer das befahren können, denn sonst wäre es ja wieder widersinnig.“ So ist etwa die Wohngesellschaft GSWB schon dabei Feuerwehrzufahrten für ältere Wohnanlagen zu planen.

ORF Salzburg

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert