Stmk: Gasflasche in Kfz-Werkstatt drohte zu explodieren -> Cobra-Einsatz

Graz (Stmk): Die Grazer Berufsfeuerwehr wurde am Montag, 7. Juli 2014, um 9.47 Uhr zu einem Einsatz in die Puntigamer Straße alarmiert. In einer dortigen privaten KFZ-Werkstätte in Graz-Liebenau drohte …
… eine Acetylenflasche zu explodieren. Der Leiter der Werkstätte meldete eine massive Erwärmung, der mit dem Gas Ethin gefüllten Flasche. Sofort nach Eingang des Alarmes in der Brandmeldezentrale rückte die Berufsfeuerwehr mit 4 Fahrzeugen und 18 Mann zum Einsatzort aus.

Am Einsatzort angekommen, wurde umgehend eine intensive Kühlung der Gasflasche, welche von den Betriebsmitarbeitern bereits ins Freie gebracht wurde, durchgeführt. Aufgrund der Beschreibung des Werkstättenmitarbeiters über den Zustand der Flasche musste angenommen werden, dass es in der Flasche zu einem Zersetzungsprozess gekommen ist, welcher die Flasche zum Bersten bringen könnte.

Um diesen gefährlichen Druckaufbau zu verhindern, wurde das Polizeieinsatzkommando Cobra zur Unterstützung angefordert.
Die Ausrüstung dieser Spezialeinheit erlaubt es, Flaschen zum Zwecke des Druckabbaus aus der Entfernung mittels Spezialmunition zu öffnen. Das nach der Öffnung ausströmende Gas wurde durch eine Löschgruppe der Berufsfeuerwehr Graz kontrolliert abgebrannt.

Einsatzleiter Brandrat Ing. Ingo Mayer: „Bei Acetylenflaschen im Schadensfall geht eine erhebliche Gefahr aus. Berstende Acetylenflaschen können durch den Trümmerflug und den Feuerball fürchterliche Zerstörungen verursachen. Eine Acetylenflasche kann sogar noch mehrere Stunden nach einem Brand bersten. Zum Glück konnte ein Bersten der Flasche verhindert werden!“
