Medien / Fotografen

Tirol: Anklage gegen zündelnde Kinder: Einigung nach Großbrand

Kössen (Tirol): Zwei Kinder haben 2011 in Kössen einen Großbrand ausgelöst. Deshalb wurden sie auch von einer Versicherung geklagt. Jetzt müssen die beiden Buben aber nicht erneut vor Gericht. Die drei beteiligten Versicherungen haben einen Vergleich geschlossen.

Im Oktober 2011 haben ein zehn- und ein zwölfjähriger Bub gezündelt und dabei unabsichtlich einen frisch renovierten Bauernhof in Kössen in Brand gesetzt. Der Schaden belief sich aucf rund 850.000 Euro.

Versicherung musste Kinder klagen: Die Tiroler Versicherung bezahlte damals den Schaden, wollte aber Geld von den Haftpflichtversicherungen der beiden Buben zurück. Weil diese nicht zahlen wollten, klagte die Tiroler Versicherung die beiden Buben im Zivilrechtsweg. Auf diesem Weg ist es auch möglich, Kinder unter 14 Jahren zu belangen. Die Versicherungen direkt zu klagen war hingegen nicht möglich.
Ende März mussten die beiden Buben vor Gericht erscheinen. Damals wurde vertagt und es folgten monatelange außergerichtliche Verhandlungen – mehr dazu in Versicherung klagt: Kinder vor Gericht.

Offenbar für alle zufriedenstellende Lösung: Jetzt haben sich die drei Versicherungen – Tiroler Versicherung, Uniqa und Allianz – verglichen. Verglichen haben sich Uniqa und Allianz auch mit dem Besitzer des abgebrannten Bauernhofs, der nicht den ganzen Schaden von der Tiroler Versicherung zurückbekommen hatte. Mit diesem Vergleich könnten alle leben, heißt es aus der Tiroler Versicherung. Über Zahlen wolle man nicht reden. Die beiden Buben und deren Eltern sind wohl heilfroh, dass sie nicht mehr vor Gericht erscheinen müssen.

ORF Tirol

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert