Stmk: Unwetterfront fordert am 29.07.2020 Feuerwehren → derzeit rund 850 Feuerwehrmitglieder im Einsatz

STEIERMARK: Wie von den Meteorologen prognostiziert, führte eine Gewitterfront in einigen Teilen der Steiermark mit orkanartigen Windböen, Starkregen und Hagel auch heute zu beträchtlichen Schäden und Behinderungen.  Das erfordert seit den späten Nachmittagsstunden des 29. Juli 2020 vielerorts die Hilfe von Dutzenden Feuerwehren.  Besonders stark von diesem Elementarereignis betroffen waren bzw. sind die Bereichsfeuerwehrverbände Graz-Umgebung (nördlicher Teil), Graz und Radkersburg.

Erhöhte Einsatztätigkeiten sind nach den Elementarereignissen auch in den Feuerwehrbereichen Feldbach, Judenburg, Leibnitz und Deutschlandsberg zu verzeichnen. In Summe stehen derzeit knapp über 70 Feuerwehren mit etwa 850 Feuerwehrmitgliedern im Einsatz – punktuell kommen derzeit noch immer Einsätze, vor allem im äußersten Südosten, dazu.

Orkanartige Windböen sorgten in den betroffenen Regionen für eine Vielzahl von entwurzelten bzw. geknickten Bäumen bzw. für heruntergebrochene Äste. Dächer wurden von Hagelschlag oder von Windwurf durch Baumteile massiv beschädigt bzw. abgedeckt, auch Stromleitungen und Gartenzäune sind betroffen, wie aus den Schadenslagen zu erfahren ist. Geknickte Bäume führten weiters dazu, dass das Passieren von Straßen, Gehwegen oder Gleisanlagen blockiert oder nahezu unmöglich war. Zusätzlich sorgten massive Niederschläge und Hagelschlag in einigen Gebieten für überflutete Straßen und Objekte, für kleinere Rutschungen bzw. für Verschlammungen und Unterspülungen.

Überdies stehen Feuerwehrkräfte bei schweren Verkehrsunfällen im Rettungseinsatz. (Alarmierung „Lkw gegen Zug“ in Diepersdorf für die Feuerwehen Gosdorf und Mureck bzw. die Alarmmeldung „schwerer Verkehrsunfall in Fischa“ für die Feuerwehren Obergnas und Grabersdorf). Eine Vielzahl an Notrufen wurden in den letzten Stunden von den Disponententeams in der Landesleitzentrale „Florian“ Steiermark sowie den Florianbereitschaften in den redundanten Bereichsflorianstationen entgegengenommen und disponiert.

Zeitgleich trat der Landesführungsstab im Landesfeuerwehrverband Steiermark in der kleinsten Eskalationsstufe (Alarmstufe 1) zusammen, um sich ein Bild von der Lage zu machen – und um gegebenenfalls schnell wirksam werden zu können. Denn: wenn Kräfte der Natur – so wie in den vergangenen Tagen und Stunden – ins Spiel kommen, gibt es Herausforderungen. So ist im Besonderen das engmaschige Netz an Feuerwehren Basis und Garant dafür, dass bei Elementarereignissen und in Katastrophenfällen Feuerwehrkräfte schnell und effektiv an die benötigte Stelle gebracht werden können. Aktuell besteht kein Bedarf einer höherstufigen Stabsalarmierung.

Landes-Feuerwehrverband Steiermark
Infos der BF Graz (hier auf Fireworld.at)

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