Tschechien: Hochhaus-Feuer mit 11 Toten in Bohumon → Kritik an Feuerwehr und vermutlich Brandstiftung

BOHUMON (TSCHECHIEN): Ein gefährlicher Brand in einem 13-stöckigen Hochhaus in Bohumon hat am Samstag, dem 8. August 2020, insgesamt 11 Menschen – darunter drei Kinder – das Leben gekostet. Wie die Ermittlungen ergeben haben, soll ein Bewohner des Hauses das Feuer bewusst gelegt haben, in dem er Benzin im 11. Stock verschüttet hat.

Gegen 17.50 Uhr gingen die ersten Meldungen über den Brand ein. Die erste Rettungseinheit war innerhalb von fünf Minuten nach Erhalt des Anrufs am Ort des Geschehens”, sagte Ladislav Lang, Sprecher der mährisch-schlesischen Rettungskräfte.

Menschen sprangen in den Tod

In einer Wohnung im elften Stockwerk des 13-geschoßigen Hauses in der Neruda-Straße ist es zu einem Brand gekommen. Obwohl die ersten Feuerwehren etwa vier Minuten nvor Ort waren, starben drei Erwachsene und drei Kinder bei dem Feuer. Fünf weitere Menschen starben, als sie vom Balkon oberhalb der Brandwohnung in die Tiefe sprangen, um den Flammen bzw. dem Rauch zu entkommen! Zehn Personen, darunter zwei Feuerwehrleute und ein Polizist, wurden verletzt.

“Normalerweise steht ein Zimmer in Flammen. Aber es gab einen heftigen Brand, der sehr schnell die ganze Wohnung zerstörte”, beschrieb vladimér Vlék, Leiter des Feuerwehrdienstes der mährisch-schlesischen Region, die Situation. “36 Jahre in der Feuerwehr, ich erinnere mich an so etwas nicht”, fügte er hinzu. Mit 11 Opfern ist es der tragischste Brand eines Plattenhauses seit 1990. Ein ähnlich tragisches Ereignis ereignete sich im Oktober 2010 in Prag, bei dem neun Obdachlose bei dem Brand ums Leben kamen.

Kritik an Feuerwehr

Der Direktor der mährisch-schlesischen Feuerwehr, Vladimér Vlsek, wies am Sonntag Kritik an ihrem Eingreifen bei dem tragischen Brand am Samstag in Bohumon, Karvinsko, zurück. Er widerspricht der Behauptung, die Feuerwehrleute seien zu spät eingetroffen.

Unmittelbar nach dem Einsatz gab es in den sozialen Medien Kritik am Einsatz der Feuerwehr. Zwei Einheiten der Feuerwehr trafen aber innerhalb von fünf Minuten am Einsatzort ein und griffen unverzüglich ein, sagte er. Die Sicht des Beobachters sei immer eine andere. “Vor allem bei solchen Hochhäusern arbeitet man sich im Innenangriff nach vorne, so dass man nicht behaupten kann, dass die Feuerwehrleute herumstanden und nicht wussten, was zu tun war”, betonte Vlsek.

“Ja, ich hab’ die Wohnung angezündet”

Zeugen am Tatort sagten, dass Polizeibeamte einen Mann am Einsatzort festgenommen haben. Der Herausgeber der Daily Mail sprach mit einem der Bewohner des Hauses und einem direkten Zeugen der Tragödie. Karin Pkova rief die Feuerwehr, weil sie auf dem Heimweg einen Brand bemerkte. “Die Polizei kam in etwa zwei Minuten und verhaftete einen etwa 50-jährigen Mann. Die Beamten fragten ihn am Tatort, ob er die Wohnung angezündet habe, und er sagte mit sehr ruhiger Stimme: “Ja, er hat sie angezündet”.

Die Polizei äußert sich noch nicht zu der vorsätzlichen Einstellung der Wohnung. Die Ermittlungen dauern noch an. “Ich kann nur sagen, dass wir auf dem richtigen Weg sind, der Täter zu sein”, sagte der Direktor der mährisch-schlesischen Polizei, Tomé Kuel, am Samstagabend.

https://twitter.com/PBlahota/status/1292531946971639809

2 Gedanken zu „Tschechien: Hochhaus-Feuer mit 11 Toten in Bohumon → Kritik an Feuerwehr und vermutlich Brandstiftung

  • 10. August 2020 um 19:06
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    Das ist definitiv. Der am schlechtesten geschriebene Artikel überhaupt. Google translate schreibt bessere Sätze

    Antwort
    • 10. August 2020 um 19:49
      Permalink

      Das stimmt, wurde im Team auf die Schnelle aus dem Tschechischen übersetzt. Wurde nun entschärft. Wir bemühen uns, dass nicht mehr so schnell passiert.

      Antwort

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