D: Tödlicher Lärmschutzwand-Absturz von Köln → 6,2 Tonnen Platte mangelhaft angebracht

KÖLN (DEUTSCHLAND): Wie Fireworld.at am 13. November 2020 berichtet hat, stürzte an diesem Tag eine tonnenschwere Lärmschutzwand auf die Autobahn. Eine dort gerade mit ihrem Auto vorbeifahrende, 66 Jahre alte Frau wurde dabei tödlich verletzt. Nun dürfte die Ursache feststehen.

Wie deutsche Medien berichten, ist “Straßen.NRW” zu dem Schluss gekommen, dass es sich bei der knapp sechs Tonnen schweren Platte auf der A3 in Köln um einen “mit Absicht herbeigeführten Mangel” handelt. Der Landesbetrieb teilte nach seiner Untersuchung mit, dass die 6.200 kg schwere Betonplatte aus platztechnischen Gründen im Jahr 2007 nicht fachgerecht angebracht worden sei.

Der von der Staatsanwaltschaft beauftragte Gutachter hat bei der Untersuchung der Unfallstelle mindestens ein weiteres absturzgefährdetes Teil entdeckt. Dort soll man einen bereits verbogenen Schweißanschluss an einer benachbarten Betonplatte vorgefunden haben, bei dem bereits erhöhte Rissgefahr bestanden hat. Diese Platte wurde daraufhin abgenommen. Der Gutachter, der übrigens auch eine abgebrochene Schraube sowie eine maßgeblich zu kleine Unterlegscheibe gefunden hat, informierte auch, dass mehrere Platten völlig ordnungsgemäß montiert worden sind und andere – wie auch jene, die zu Boden stürzte – wieder nicht.

Zum Erstbeitrag vom Freitag, dem 13. November 2020, hier auf Fireworld.at

Update per 18. November 2020

Die hinabgestürzte Betonplatte an der A3 wurde bei ihrer letzten planmäßigen Untersuchung 2013 mit “Sehr gut” bewertet. Laut einem Bericht der Landesregierung an den Verkehrsausschuss des Düsseldorfer Landtags waren die jetzt festgestellten Mängel an der Halterung allerdings nicht sichtbar. Das berichtet N-tv. “Es ist davon auszugehen, dass auch bei der kommenden Prüfung die fehlerhafte Konstruktion nicht aufgefallen wäre, weil sie versteckt hinter der Lärmschutzplatte liegt”, so das Verkehrsministerium in dem Bericht.

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