D: Feuerwehr Wetter → Kleinbus mit Senioren kommt von Fahrbahn ab → Einsatz mit Aufwand

WETTER / RUHR (DEUTSCHLAND): Der Tagesdienst der Feuerwehr Wetter (Ruhr) wurde am Dienstagmorgen, 30. November 2021, um 08:39 Uhr zur Unterstützung des Rettungsdienstes in die Hauptstraße alarmiert.

Hier war es in einem Mehrfamilienhaus zu einem medizinischen Notfall gekommen. Da die Person mit einem medizinischen Spezialgerät behandelt wurde, mussten die Einsatzkräfte der Feuerwehr den Rettungsdienst beim Transport der Person zum bereitstehenden Rettungswagen unterstützen. Der Einsatz konnte nach zwanzig Minuten beendet werden.

Mit dem Einsatzstichwort Technische Hilfeleistung 0 “keine verletzten Personen” wurde der Tagesdienst der Feuerwehr Wetter (Ruhr) auf dem Rückweg zum Gerätehaus um 09:05 Uhr in den Stetroter Weg alarmiert. Bei Eintreffen der Einsatzkräfte stellte sich jedoch ein ganz anderes Bild dar.

Ein Kleinbus war bei einem Ausweichmanöver von der Fahrbahn abgekommen und auf den unbefestigten Randstreifen gerutscht. Hier war das Fahrzeug in Schräglage stecken geblieben und drohte umzustürzen. Im Fahrzeug befanden sich neben dem Fahrer noch fünf Senioren. Als Erstmaßnahme wurde das Fahrzeug mittels Steckleiterteile gegen weiteres Abrutschen gesichert. Für weitere technische Maßnahmen wurde die Löscheinheit Alt-Wetter mit dem Rüstwagen und einem Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug nachgefordert.

Da es nicht möglich war, das mitgeführte Einsatzfahrzeug zur weiteren Absicherung in Stellung zu bringen, wurde telefonisch ein Landwirt mit einem Traktor angefordert. Dieser traf bereits nach wenigen Minuten an der Unfallstelle ein. Der Traktor wurde auf dem morastigen Feld in Stellung gebracht und das Unfallfahrzeug mittels Bandschlinge am Traktor gesichert.

Nach dem Eintreffen der weiteren ehrenamtlichen Einsatzkräfte wurde das Fahrzeug mittels zwei speziellen Stabilitätssystemen abgesichert und die Rettung der Betroffenen eingeleitet. Zur Patientenversorgung wurden vom Einsatzleiter frühzeitig zwei Rettungswagen, ein Notarzt und der organisatorische Leiter Rettungsdienst nachgefordert. Bis zur Befreiung wurden die betroffenen Personen durch Einsatzkräfte der Feuerwehr betreut und mit Getränken und warmen Decken versorgt.

Nachdem aus einer Lkw-Rettungsbühne und mehreren Auffahrbohlen ein provisorischer Steg gebaut war, konnten die Senioren nach und nach das Fahrzeug verlassen. Hierbei unterstützten die Einsatzkräfte. Nach einer Untersuchung durch Notarzt und Rettungsdienst konnten alle Fahrgäste unverletzt entlassen werden.

Durch einen hinzugerufenen Abschleppwagen konnte das Fahrzeug anschließend zusammen mit dem Traktor wieder auf die Fahrbahn gezogen werden und seine Reise fortsetzen. Die Polizei war ebenfalls mit einem Streifenwagen vor Ort. Die Einsatzdauer betrug insgesamt gute drei Stunden.

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