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Italien: Drei Polizisten bei Explosion während Zwangsräumung eines Gebäudes getötet

CASTEL D’AZZANO (ITALIEN): Ein tragischer Einsatz ereignete sich am Dienstag, dem 14. Oktober 2025 in Castel d’Azzano bei Verona (Italien). Bei einer geplanten Zwangsräumung eines Wohnhauses kam es zu einer schweren Explosion, bei der drei Polizisten (Carabinieri) ums Leben kamen und mehrere Personen verletzt wurden.

Die Polizei war an diesem Tag vor Ort, um die Räumung eines Hauses durchzusetzen, in dem drei Geschwister lebten. Als die Beamten versuchten, die Eingangstür zu öffnen, ereignete sich eine plötzliche Explosion, die das Gebäude teilweise einstürzen ließ und einen Brand auslöste. Nach ersten Ermittlungen dürfte es sich um eine vorsätzliche Sprengung gehandelt haben. Im Inneren des Hauses befanden sich mehrere Gasflaschen, die offenbar gezielt zur Detonation gebracht wurden.

Großeinsatz der Feuerwehr

Binnen Minuten rückten Feuerwehr, Rettungsdienst und technische Einheiten an. Die Einsatzkräfte löschten den Brand und suchten unter schwierigsten Bedingungen nach Vermissten in den Trümmern. Drei Carabinieri, die sich beim Betreten des Gebäudes befanden, konnten nur noch tot geborgen werden. Mehrere weitere Polizisten und Feuerwehrleute wurden verletzt. Zwei Bewohner – eine Frau und ihr Bruder – kamen mit Verletzungen ins Krankenhaus. Ein drittes Familienmitglied wurde zunächst vermisst. Das zweistöckige Gebäude war nach der Explosion stark beschädigt und einsturzgefährdet.

Hintergrund

Die betroffene Familie befand sich laut Behörden seit längerer Zeit in finanziellen Schwierigkeiten. Die Zwangsräumung war bereits mehrfach angesetzt und verschoben worden. Nachbarn berichteten, die Geschwister hätten wiederholt damit gedroht, sich oder das Haus im Falle einer Räumung in die Luft zu sprengen. Die Polizei und Staatsanwaltschaft leiteten Ermittlungen wegen vorsätzlichen Mordes und Herbeiführung einer Explosion ein.
Innenminister Matteo Piantedosi sprach von einer „unfassbaren Tragödie“ und bestätigte, dass die Explosion höchstwahrscheinlich durch Gas ausgelöst wurde. Der Präsident der Region Venetien drückte den Angehörigen der Opfer und den beteiligten Einsatzkräften sein tiefes Mitgefühl aus.

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