Bayern: Gefahrgutübung des Messzuges Traunstein und der Feuerwehr Waging
WAGING AM SEE (BAYERN): Bereits seit Jahrzehnten pflegen die Freiwilligen Feuerwehren aus Traunstein und Waging am See kameradschaftliche und freundschaftliche Kontakte. Schließlich muss immer wieder bei Einsätzen erfolgreich zusammengearbeitet werden. Auch gemeinsame Aktivitäten wie Bootsübungen auf dem Waginger See oder Einsatzübungen im Traunsteiner Schwimmbad fanden in den vergangenen Jahren immer wieder statt.
Diesmal trafen die Fachgruppe Gefahrgut der Waginger Feuerwehr mit dem Messzug Süd im Feuerwehrhaus der Kreisstadt zusammen. Die Aufgaben des Messzuges, welcher sein Einsatzpersonal aus den Feuerwehren Traunstein und Kammer rekrutiert, bestehen darin, den sogenannten „Abschnitt Messen“ bei Ernstfällen zu übernehmen. Abstimmung und Festlegung von Messpunkten, sowie der Aufbau einer Messleitung gehören ebenfalls zu deren Aufgaben. Bei unbekannten Gefahrstoffen ist ein Schadstoffnachweis zu führen, sowie bei bekannten Stoffen, wie beispielsweise einem Brand, die Gefahrgstoffkonzentration zu messen.

Die Fachgruppe der Feuerwehr Waging besteht aus Feuerwehrmitgliedern, welche speziell für Gefahrguteinsätze ausgebildet sind und die in der Marktgemeinde mit den vorhandenen Gerätschaften wie verschiedensten Mess- und Spezialausrüstungen wie Gefahrgutpumpen, Auffangbehältern, Gefahrstoffausrüstung und diversen Schutzanzügen vertraut sind. Ebenso können sie auch in der Einsatzleitung unterstützend mit ihrem Fachwissen mitarbeiten.
Der Leiter des Messzuges Süd, Maximilian Schubert, stellte den Messzug vor und präsentierte dessen Ausrüstung. Zusätzlich führte er auch durch diverse Räumlichkeiten des Traunsteiner Feuerwehrhauses und stellte die Fahrzeuge vor. Von besonderem Interesse war dabei das neue Löschunterstützungsfahrzeug LUF 60, welches speziell für Brände in Tiefgaragen, Tunnelanlagen oder Lagerhallen entwickelt wurden ist und mit seiner großen Lüftungsleistung eingesetzt werden kann.

Gefahrgutberater Martin Pöllner von der Feuerwehr Waging führte verschiedenste Nachweistechniken mit den Kameraden aus Traunstein durch. Das Besondere dabei war, dass mit echten Chemikalien geübt wurde. Es galt ph-Werte mit den Indikatorpapier festzustellen und auch sogenanntes Öltestpapier zu verwenden. Vorgestellt wurden von ihm auch die Möglichkeiten und Grenzen der Gefahrgut-Prüfröhrchen. Auch Explosionsmessungen mit dem Mehrgasmessgerät, Konzentrationsbestimmungen verschiedener gefährlicher Stoffe mit dem PID (Photoionisationsdetektor) führte man bei der Gemeinschaftsübung durch. Zum Abschluss gab es eine Stoffrecherche und diverse Gefahrstoffe galt es festzustellen.

Die Übungsaufgaben wurden alle mit Bravour gemeistert. Mit den Gerätschaften der Feuerwehr Waging und des Messzuges, welche sich ideal ergänzen, kann im Ernstfall bestens gearbeitet werden. Der Erfahrungsaustausch der drei Feuerwehren Traunstein, Kammer und Waging, sowie die gemeinsame Kameradschaftspflege kamen nach Übungsende natürlich nicht zu kurz.
Freiw. Feuerwehr Waging am See

